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Autobatterie überprüfen? - So geht´s

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:17
Jede Autobatterie gibt einmal den Geist auf. Wie kann sie geprüft werden?

Bei der Autobatterie handelt es sich um einen sogenannten Bleiakkumulator. Jede Autobatterie verliert im Laufe ihres Lebens an Kapazität und ist irgendwann einmal unbrauchbar. Dies ist spätestens dann der Fall, wenn beispielsweise das Fahrzeug bei niedrigen Außentemperaturen nicht mehr anspringt. Ein Bleiakku ist mit einem sogenannten Elektrolyt gefüllt. Bei diesem handelt es sich um verdünnte Schwefelsäure. Da eine Autobatterie die Elektrizität durch einen chemischen Prozess erzeugt und die enthaltenen Bleiplatten mit der Zeit ihre chemische Zusammensetzung verändern, ist die Lebensdauer einer solchen Batterie begrenzt. Besonders bei geringen Außentemperaturen macht sich ein Defekt der Batterie in der Regel zuerst bemerkbar, da geringe Temperaturen die chemischen Prozesse negativ beeinträchtigen.

  • Die in der Autobatterie enthalte Schwefelsäure kann zu schweren Verletzungen führen. Der Hautkontakt mit dieser Flüssigkeit sollte daher unbedingt vermieden werden.
  • Wenn eine Autobatterie mit einem externen Ladegerät aufgeladen oder mit einem Prüfgerät überprüft wird, können aufgrund des Stromflusses sehr leicht entzündliche Gase entstehen.
  • Eine Funkenbildung sowie offenes Feuer und Flammen sollte daher unbedingt vermieden werden, wenn eine Autobatterie aufgeladen oder überprüft wird.

  1. Die gängigste Prüfung einer Autobatterie wird durchgeführt, indem der Säuregehalt (die Säuredichte) der verdünnten Schwefelsäure mit einem sogenannten Säureheber überprüft wird. Dazu werden die Deckel der Batteriezellen abgeschraubt und eine Probe der Säure genommenen.
  2. Der Säureheber zeigt dann die Säuredichte an. Diese Säuredichte beträgt im Idealfall etwa 1,28 Gramm pro Kubikzentimeter im aufgeladenen Zustand. Bei einer entladenen Batterie hingegen beträgt die Säuredichte etwa 1,05 bis 1,10 Gramm pro Kubikzentimeter. #
  3. Die Säuredichte kann direkt am Säureheber abgelesenen werden.
  4. Wichtig ist aber hierbei, dass die Säuredichte aller sechs Batteriezellen in etwa gleich hoch ist. Weicht ein gemessener Wert wesentlich von den anderen ab, so liegt hier mit ziemlicher Sicherheit ein Defekt vor.
  5. Leider ist eine solche Prüfung der Säuredichte nicht mehr bei allen Batterien möglich.
  6. Viele Batterien bieten nicht mehr die Möglichkeit an, die Batteriezellen zu öffnen, um eine Prüfung der Säuredichte vorzunehmen. In diesem Fall muss ein Testgerät eingesetzt werden, um die Leistungsfähigkeit der Autobatterie überprüfen zu können.
  7. Durch ein solches Prüfgerät wird die Leistungsabgabe einer voll aufgeladenen Autobatterie über eine bestimmte Zeit gemessen. Diese gibt Aufschluss darüber, in welchem Zustand sich die Autobatterie befindet. Eine defekte Batterie beispielsweise hat einen großen Teil ihrer Kapazität verloren.
  8. Dies hat bei der Prüfung zur Folge, dass die Spannung bei einer hohen Stromabgabe innerhalb kürzester Zeit zusammenbricht oder stark abnimmt. Im Grunde passiert ja auch das Gleiche, wenn zum Beispiel der Starter des Fahrzeugs betätigt wird.
  9. Auch hier erfolgt eine recht große Stromabgabe über mehrere Sekunden. Eine defekte Batterie ist nicht mehr in der Lage, diesen hohen Strom abzugeben. Die Folge ist, dass die Betriebsspannung stark absinkt und der Starter nicht mehr funktioniert.

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