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Autokauf - leasen oder kaufen?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:47
Wer sich ein Auto zulegen will, steht vor der Frage ob er es kaufen soll, oder ob leasen besser ist.

Wer sich ein Auto zulegen will, steht vor der Frage, ob er es kaufen soll, oder ob Leasing besser ist. Um diese Frage zu beantworten muss man beide Sachlagen erklären.

 

Kauf

Beim Kauf zahlt der Käufer den vollen Kaufpreis sofort. Als Gegenleistung zu der Kaufpreiszahlung wird er alleiniger Eigentümer des Autos. Der Besitzer kann frei über das Auto verfügen und es jederzeit wieder verkaufen. 

Leasing

Leasing ist eine Art Mietverhältnis. Der Leasingnehmer zahlt monatlich einen bestimmten Geldbetrag an die Leasinggesellschaft. Als Gegenleistung dafür darf er das Auto nutzen. Eigentümer bleibt die Leasinggesellschaft bis zum Zeitpunkt an dem die letzte Leasingrate abbezahlt wurde und der Restwert des Fahrzeugs beglichen wurde. Will man das Leasing beurteilen, kommt es auf die weiteren Leasingbedingungen an.

  • Eine Beurteilung hinsichtlich der Vorteilhaftigkeit zwischen Leasing und Kauf ist sehr schwer, es kommt für die Beurteilung immer auf den Einzelfall an. 
  • Generell sollte man die Leasingraten addieren und zu diesem Betrag der Restwert addieren. Liegt dieser unter dem Preis beim Kauf, ist Leasing günstiger. Liegt dieser über dem Preis beim Kauf dürfte der Kauf günstiger sein, sofern der Zinsertrag einer Geldanlage diesen Vorteil nicht ausgleicht. An einem praktischen fiktiven Beispiel ausgedrückt:
  • Neuwagenpreis 30.000 Euro Barzahlungsrabatt 3 Prozent = 900 Euro. Übersteigen die Leasingraten plus Restwert den Betrag von 29.100 Euro deutlich, dann ist der Kauf günstiger. Bleibt die Leasingsumme unter 29.100 Euro ist Leasing günstiger.
  • Zu beachten gilt allerdings: Leasing ist auch deshalb so beliebt da viele zum Zeitpunkt des Autoankaufs nicht den gesamten Betrag Bar zur Verfügung haben. 
  • Generell ist Leasing etwas teurer als der Ankauf eines Fahrzeugs, allerdings ermöglichen kleinere Ratenzahlungen auch größere Geldbeträge abzubezahlen.

Wertvolle Tipps

  • Der Kauf führt dazu, dass ein Teil der Finanzmittel sofort an den Verkäufer abzuführen sind. Beim Kauf kann ein Barzahlungsrabatt ausgehandelt werden, der den tatsächlichen Kaufpreis deutlich reduzieren kann. Ist dieser Barzahlungsrabatt größer als die Summe der Leasingraten plus Restwert, dann sollte man das Auto kaufen. 
  • Beim Kauf ist man auch bezüglich eines Wiederverkaufs flexibler als beim Leasing, hier muss man die Vertragslaufzeit erfüllen.
  • Der Vorteil beim Leasing ist, dass zunächst Eigenkapital geschont wird. Diese Gelder können verzinslich angelegt werden. Abhängig vom Zinsniveau und dem Betrag kann hier ein hoher Ertrag erzielt werden. 
  • Ein weiterer Vorteil ist, dass die Leasingrate bei einem selbständigen Unternehmer steuerlich voll abzugsfähig ist. Ob dies auch in den anderen Nachbarländern Deutschlands möglich ist, muss der Leasingnehmer an Hand des dortigen Steuerrechts überprüfen. 
  • Ist die Leasingrate höher als die Abschreibungsrate kann die zu einer Steuerersparnis führen. Beim Leasingvertrag besteht auch der Vorteil, dass das Auto nach Ablauf des Leasingvertrages abgegeben werden kann. Das Risiko der Restverwertung dieser alten Autos hat die Leasinggesellschaft. 
  • Oftmals bieten diese jedoch günstige Anschlussverträge an, so dass der Leasingnehmer hiervon profitieren kann. Der Nachteil beim Leasing ist, dass die Leasinggesellschaft sich dieses Risiko vergüten lässt, vergleicht man diese Verzinsung mit Kreditzinsen, so liegt diese über den Kreditzinsen. 
  • Leasinggesellschaften kaufen Autos in großen Mengen ein. Hierdurch erhalten sie günstigere Einkaufspreise als ein Käufer eines Autos. Somit können sie auch einen günstigeren Preis als Ausgangsbasis für die Kalkulation zugrunde legen. 
  • Oftmals sind die Leasinggesellschaften Tochterunternehmer der Herstellerfirmen. Die Margen für den Zwischenhandel entfallen hier, so dass ein sehr günstiger Einkaufspreis vorliegt.

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