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Das Elektroauto zu Hause tanken? - So geht's

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:34
Elektroautos sind das Modell der Zukunft, wenn es um die Mobilität der Menschen geht.

Sie kommen immer mehr in Mode und könnten schon sehr bald in vielen Innenstädten, welche von Smog geplagt sind, zur Alternative werden. Elektroautos sind das Modell der Zukunft, wenn es um die Mobilität der Menschen geht.

 

Natürlich stellt sich unweigerlich die Frage, wie lädt man ein solches Fahrzeug wieder auf? Wo finde ich Tankstationen und wie lange dauert es, bis die Batterie wieder gefüllt ist? Nur die wenigsten wissen, dass man ein Elektroauto quasi auch an der heimischen Steckdose versorgen kann. Wie dies vonstatten geht und was dabei beachtet werden muss, soll hier genauer erklärt werden. 

Fact Box

  • Viele Fahrzeuge werden in Zukunft eine passende Ladestation für zu Hause mitliefern.
  • Das Laden an der Steckdose soll durch effizientere Technologien wesentlich beschleunigt werden. 
  • Einige Unternehmen planen Tankstellensysteme für den Heimgebrauch. Fahrzeuge könnten dann auch kabellos aufgeladen werden. 
  • In der EU, soll in Zukunft ein genormter Stecker eingeführt werden, mit dem alle E-Autos betankt werden können. Bisher unterscheiden sich diese noch sehr stark.
  • Die Ladezeiten sind immer noch abhängig von der Art der Steckdose, an welche man das Auto anschließt. Maßgeblich hängt die Ladezeit aber von den Spezifikationen des Elektroautos ab.

Was muss man zu Hause beachten

Schon heute kann sich der Kauf eines Elektro-Autos lohnen. Die meisten Modelle werden bereits mit einem standardisierten Ladekabel geliefert, welches sich einfach an die heimische Steckdose anschließen lässt. In Zukunft soll sich der Ladevorgang noch wesentlich simpler gestalten. Doch im Vorfeld müssen einige Punkte beachtet werden, damit man kein Fiasko erlebt: 

  1. Die Steckdosen sollten unbedingt von einem fachkundigen Elektriker auf ihre Eignung überprüft werden. Der langanhaltende intensive Stromfluss kann sehr schnell zu einer Überhitzung der Steckdose führen. 
  2. Die Art des Anschlusses muss bestimmt werden. So eignet sich am ehesten ein 400 V Drehstromanschluss bei 63 A (Starkstrom). In vielen Häusern steht ein solcher bereits zur Verfügung. 
  3. Es sollte darauf geachtet werden, dass die Elektroinstallation nicht zu alt ist. Bei sehr vielen Altbauten kann es vorkommen, dass die Sicherungen den erforderlichen Strommengen nicht standhalten und einfach durchbrennen. In solchen Fällen empfiehlt sich eine öffentliche Ladestation. Wer sein Elektrofahrzeug zu Hause tanken möchte, muss diese drei Punkte beachten!

 

Der Ladevorgang

  • Als Erstes schließt man einfach das Ladekabel an die jeweilige Steckdose an. Diese kann sich im Außenbereich oder in der Garage befinden. Unter Umständen kann es notwendig werden, ein Verlängerungskabel zu benutzen. Nachdem man sein Fahrzeug mit der Steckdose verbunden hat, heißt es warten. Wie lange der Prozess dauert, hängt einzig von der Art des Anschlusses ab. 
  • Bei besagten 400 V und 63 A muss man mit einer Ladezeit von 1,5 bis etwa 2 Stunden rechnen. Dieser Wert basiert auf der Annahme, dass die Batterie völlig entleert ist. Sollte man nur einen 32 A Anschluss zur Verfügung haben, kann der Prozess bis zu 3 Stunden in Anspruch nehmen. Bei 400 V und 16 A benötigt man dann bereits 6 Stunden. Allerdings sollte man bedenken: Der normale Hausanschluss verfügt nur über 230 V bei 16 A. Unter diesen Umständen muss man fast 20 Stunden einplanen, bis die Batterie wieder vollständig geladen ist. 

 

Alternativen für alle, die zu Hause tanken wollen

  • Selbstverständlich gibt es auch Alternativen, um das Aufladen am Hausstromanschluss zu verkürzen. So bietet sich der Kauf eines entsprechenden Transformators an, welcher die 230 V auf 400 V hochtransformiert. Allerdings muss man hierbei auch die Kosten im Auge behalten, so dass der Verbrauch sich nicht allzu sehr auf die Stromrechnung niederschlägt. 
  • Ein kleiner Tipp: Um die Ladezeiten möglichst kurz zu halten, sollte man den Wagen stets nach Gebrauch sofort wieder aufladen. Dies spart auf lange Sicht eine Menge Energie, gerade wenn man nur über einen Hausstromanschluss verfügt.

 

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