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Die Autobatterie richtig testen: Anleitung

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:34
Die Autobatterie stellt die Stromversorgung des Fahrzeugs auch nach längeren Standzeiten sicher.
Sie sorgt dafür, dass das Fahrzeug morgens anspringt. Meistens macht sich deren Defekt das dadurch bemerkbar, dass dies nicht mehr der Fall ist. Häufig ist es auch so, dass eine Autobatterie im Sommer noch einwandfrei funktioniert, bei niedrigen Außentemperaturen im Minusbereich aber versagt.

Springt ein Fahrzeug nicht mehr an, sollte aber nicht nur die Batterie überprüft werden. Auch der Fahrzeuggenerator (die Lichtmaschine) sollte in diesem Fall einer Funktionsprüfung unterzogen werden. Um die Batterie zu prüfen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Nicht alle hier aufgeführten Prüfmöglichkeiten lassen sich mit jeder Batterie durchführen. Dazu gehört beispielsweise die Überprüfung der sogenannten Säuredichte.

 

Autobatterie richtig testen

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Bitte beachten

  • Die Autobatterie sollte vor dem Test unbedingt aufgeladen werden. Eine entladene Batterie kann nicht überprüft werden. Laden Sie deshalb die Autobatterie vor den Batterietest mit einem geeigneten Batterieladegerät auf, am besten über Nacht.
  • Möchten Sie mit einem Säureprüfer die Säuredichte der Batterie feststellen, verwenden Sie sicherheitshalber eine Schutzbrille. Batteriesäure ist sehr stark ätzend. Vermeiden Sie daher unbedingt den Hautkontakt mit dieser.
  • Vermeiden Sie unbedingt Funkenbildung, Flammen oder offenes Feuer in der Nähe der Batterie, wenn diese zuvor aufgeladen wurde. Beim Aufladen (vor allem von defekten Batterien) können leicht entzündliche Gase entstehen. Verwenden Sie am besten immer eine Schutzbrille.

Was benötigt wird

  • Einen sogenannten Säureheber (im Fachhandel erhältlich, mehr dazu im Text)
  • Ein Spannungsmessgerät
  • Eine Schutzbrille (siehe Text)
  • Ein Batterieladegerät
  • Gegebenenfalls destilliertes Wasser

Die Anleitung zum Testen einer Autobatterie

  1. Zunächst sollten Sie überprüfen, ob die Batterie genügend Säure enthält. Gegebenenfalls muss der Säurestand mit destilliertem Wasser korrigiert werden. Dies ist allerdings nicht bei allen Batterien möglich. Bei vielen Autobatterien besteht keine Möglichkeit mehr, die Zellen zu öffnen und die Säuredichte bzw. den Flüssigkeitsstand zu überprüfen. In diesem Fall überspringen Sie diesen Schritt.
  1. Stimmt der Flüssigkeitsstand oder haben Sie destilliertes Wasser aufgefüllt, müssen Sie zunächst die Batterie aufladen.
  2. Können Sie die Säuredichte überprüfen, sollten Sie vor allem darauf achten, dass diese bei allen Zellen möglichst gleichmäßig hoch ist. Ist die Säuredichte bei einer Zelle beispielsweise deutlich geringer als bei den anderen, können Sie davon ausgehen, dass die Batterie defekt ist. Ist dieser Schritt bei Ihrer Batterie (wegen einer geschlossenen Ausführung) nicht möglich, überspringen Sie auch diesen.
  3. Nach dem Ladevorgang sollte die Batteriespannung etwa zwischen 12 und 13 Volt liegen. Beträgt sie wesentlich weniger, beispielsweise deutlich unter 10 Volt, können Sie ebenfalls von einem Defekt ausgehen.
  4. Schalten Sie nun die Zündung sowie weitere elektrische Verbraucher am Fahrzeug ein. Dabei sollte die Batteriespannung nicht wesentlich weniger als 11 Volt betragen. Sinkt diese wesentlich stärker ab, beispielsweise unter 10 Volt, deutet dies ebenfalls darauf hin, dass die Autobatterie nicht mehr genügend Leistung besitzt und erneuert werden sollte.
  5. Eine weitere Prüfmöglichkeit besteht auch darin, dass die Spannung während des Startvorganges gemessen wird. Hierfür werden Sie wahrscheinlich eine zweite Person benötigen, damit Sie die Batteriespannung messen können. Eine intakte Autobatterie muss genügend Energie liefern können, um das Fahrzeug auch bei eingeschalteten elektrischen Verbrauchern zu starten. Natürlich gilt dies nur, wenn sie zuvor aufgeladen wurde. Springt das Fahrzeug nach dem Ladevorgang der Batterie nicht an, müssen Sie die Batterie ebenfalls auswechseln. Selbstverständlich wird hierbei vorausgesetzt, dass der Anlasser nicht defekt ist.
  6. Sollte die Batterie in Ordnung sein, das Fahrzeug springt aber trotzdem häufig nicht an, kommen noch weitere Fehlerquellen infrage. Überprüfen Sie in diesem Fall auch den Fahrzeuggenerator und führen Sie eine Prüfung durch, ob versteckte elektrische Verbraucher die Autobatterie während längerer Standzeiten entladen.


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