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Die Geschichte der Auto-Crashtests

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:28
Sicherheit ist bei Autos ein besonders wichtiges Kriterium.
Deshalb werden im Rahmen der Qualitätssicherung von den Autoherstellern unter anderem die so genannten Crashtests durchgeführt. Dabei wird in einer Versuchsanlage ein Fahrzeug entweder gegen ein feststehendes Hinternis oder ein anderes Fahrzeug gefahren oder ein Zusammenprall mit einer Person simuliert. Anhand verschiedenster Messungen können dabei die Auswirkungen des Aufpralls festgestellt werden.

Die Geschichte der Crashtests

Seit mittlerweile 50 Jahren gibt es Crashtests. Bei den ersten wurde lediglich ausprobiert, was passiert, wenn man ein Auto frontal gegen eine Wand fährt. Heute sind die Tests sehr viel umfangreicher und spezialisierter. Aber es gibt immer noch keinen einheitlichen Test, der in allen Ländern gilt. Statt dessen existieren mehr als 30 verschiedene Tests und sehr viele unterschiedliche Vorschriften. Das ist gerade im Zeitalter der Globalisierung und des weltweiten Exports nicht zufriedenstellend.

Trotzdem sind Crashtests bei der Entwicklung von Autos gesetzlich vorgeschrieben und ohne solche Tests bekommt kein Fahrzeug die amtliche Zulassug. Beim Export in ein anderes Land müssen natürlich auch die dort geltenden Vorschriften eingehalten werden. In Europa sind zwei Crashtests gesetzlich vorgeschrieben, der Frontalaufprall und der Seitenaufprall.

Darüber hinaus gibt es noch das freiwillige Programm Euro-NCAP. Dieses von den europäischen Verkehrsministerien, Automobilclubs und Versicherungsverbänden entwickelte Programm lässt neu auf den Markt kommende Autos nach weiteren Kriterien wie Schutz der erwachsenen und kindlichen Insassen, Fußgängerschutz und Unfallvorbeugung testen. Im Ergebnis werden 1 bis 5 Sterne verliehen, die für den erfolgreichen Verkauf der Fahrzeuge von Bedeutung sind.

Crashtests heute

Je weiter sich die Fahrzeugtechnik entwickelt, desto wichtiger ist die mobile Sicherheit und deshalb werden heute alle möglichen Crashsituationen getestet. Das ist sehr aufwendig und teuer und wäre es noch mehr, wenn nicht manche Tests mittlerweile durch Computersimulationen ersetzt werden könnten. Aber trotzdem sind die Echt-Tests zahlreich.

Für die Autos, die über den Atlantik verkauft werden, gibt es noch weitergehende Tests, weil die Amerikaner zum Beispiel 17 verschiedene Crashtests fordern. Auch die Japaner haben andere gesetzlichen Bestimmungen. Jede Region der Erde hat abweichende Reglungen zum Thema mobile Sicherheit und an einer einheitlichen Regelung wird seit Jahren von der Politik vergeblich gearbeitet.

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