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EU-Autohandel - Was muss man beachten?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:55
Der EU-Autohandel, auch Reimport-Markt genannt, boomt.

Der EU-Autohandel, auch Reimport-Markt genannt, boomt Die günstigen Autopreise aus dem europäischen Ausland locken viele Endverbraucher und KFZ-Händler zum Kauf.

Achte bitte darauf, dass Du folgende Unterlagen erhälst:

  • Original Kaufrechnung
  • gültiger Kaufvertrag
  • Fahrzeugbrief
  • Serviceheft mit Datum sowie Stempel des Händlers mit Unterschrift
  • eine EU-Übereinstimmungserklärung (Konformitätserklärung)
  • (diese ist erforderlich, um in Deutschland die Zulassungsbescheinigung zu beantragen)

Woher kommen diese Preisunterschiede, die bis zu 35 % betragen können?

  1. Diese ergeben sich aus den unterschiedlichen Produktionskosten, abweichenden Steuersätzen sowie dem gültigen Rechtssystem des jeweiligen Landes und auch die Hersteller-Preispolitik wirkt sich aus. 
  2. Dazu kommt, dass man für ein Neufahrzeug, welches aus einem anderen EU-Land nach Deutschland importiert wird, erst einmal nur den Nettopreis bezahlt.


Wie kommst Du am besten zu einem EU-Wagen?

  1. Zum einen kann man sich diesen bei einem Reimporthändler besorgen. Viele Händler können solche Fahrzeuge bestellen oder aber haben welche am Lager, hier hast Du Preisvorteile von 10-25 %.
  2. Die zweite Möglichkeit, das Fahrzeug direkt bei einem ausländischen Händler zu kaufen, bringt teilweise bis zu 35 % Ersprarnis. 
  3. Eine weitere Möglichkeit ist, einen Vermittler einzuschalten, da sollte man aber unbedingt auf die Vertragsinhalte achten, Preis und Lieferzeit sollten da genau festgehalten sein.
  4. Jetzt gilt es, die Entscheidung über den Kauf zu treffen, einzelne PKW-Marken sind in den jeweiligen Herstellungsländern am günstigsten. 
  5. Risiken bestehen insgesamt kaum, aufgrund der EU-Regelungen gibt es so gut wie keine Grauimporte mehr. 
  6. Teilweise haben EU-Autos eine etwas andere Ausstattung, dies einfach vor der Übergabe bzw. der endgültigen Bezahlung genau kontrollieren.
  7. Der Preis wird meistens in bar bei der Übernahme des Fahrzeugs bezahlt, Vorauszahlungen solltest Du möglichst vermeiden.
  8. Für Gebrauchtwagen ist noch zusätzliche eine sogenannte Unbedenklichkeitsbescheinigung vorzulgen.
  9. Der nächste Schritt ist die Überführung. Beim Kauf beim EU-Autohändler musst Du Dir darüber keine Gedanken machen. Wenn Du es direkt im Ausland kaufst, dann ist die günstigste Variante der Transport mit einem Anhänger oder die Beauftragung eines speziellen Überführungsunternehmens.
  10. Steht das Fahrzeug nun bei Dir vor der Tür, ist der nächste Schritt die Anmeldung bei der Zulassungsstelle mit den üblichen Unterlagen. Dabei wird jetzt die Zahlung der Mehrwertsteuer in Deutschland fällig (derzeit 19 %).

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