Foto: Shutterstock.com

Funktion von Nebelscheinwerfern? - Dafür sind sie da

Drucken
Letztes Update am 22.10.2014, 14:16
Nebelscheinwerfer gehören bei immer mehr Fahrzeugen zur Standardausrüstung. Wie funktionieren sie?

Die Nebelscheinwerfer an Autos sollen die Sicht bei schlechten Witterungsverhältnissen (Nebel oder starker Niederschlag) deutlich verbessern. Dazu sind diese Scheinwerfer in der Regel möglichst tief am Fahrzeug (beispielsweise in der Stoßstange) montiert. Bei immer mehr Fahrzeugen gehören Nebelscheinwerfer zur Standardausrüstung. Leider wissen viele Menschen nicht, wie diese eigentlich funktionieren und richtig eingesetzt werden.

  • Die Nutzung der Nebelscheinwerfer unterliegt bestimmten Rechtsvorschriften, die Sie unbedingt einhalten sollten.
  • Auch auf diese Vorschriften soll im folgenden Text neben der Funktionsweise dieser Beleuchtungsart eingegangen werden.
  • Verwenden Sie die Nebelscheinwerfer nicht bei normalen Witterungsverhältnissen, um den Gegenverkehr nicht zu blenden.

Wichtige Hinweise

  • Bei Nebelscheinwerfern handelt es sich um tief am Fahrzeug angebrachte Zusatzscheinwerfer, die ausschließlich bei schlechten Witterungsverhältnissen durch Nebel oder starken Niederschlag verwendet werden dürfen und zu diesem Zweck entwickelt wurden.
  • Nebelscheinwerfer sind deshalb so tief am Fahrzeug angebracht, um quasi unter dem Nebel die Fahrbahn möglichst breit ausleuchten zu können. Häufig ist es so, dass der Nebel nicht direkt bis zum Boden gelangt, sodass durch die extrem tiefe Anbringung der Scheinwerfer ein Vorteil bei der Beleuchtung erreicht wird.
  • Diese Zusatzscheinwerfer strahlen nicht besonders weit, dafür aber leuchten sie auch den Fahrbahnrand besser aus als das normale Fahrlicht. Übrigens werden aus diesem Grunde Nebelscheinwerfer in Österreich häufig auch Breitstrahler genannt.
  • Die eben erwähnten Eigenschaften von Nebelscheinwerfern haben zudem den Vorteil, dass die sogenannte Eigenblendung reduziert wird. Sicherlich kennen Sie folgende Situation: Sie fahren bei starkem Nebel und schalten das Fernlicht ein. Nun kommt es Ihnen so vor, als ob die Scheinwerfer gegen eine Wand strahlen. Das Fernlicht ist also bei diesen Witterungsverhältnissen wirkungslos, da es nicht die gewünschte weite Ausleuchtung der Fahrbahn ermöglicht. Dieser Effekt wird als Eigenblendung bezeichnet, da Sie sich sozusagen durch Ihre eigenen Scheinwerfer am Fahrzeug selbst blenden.
  • Aus diesem Grunde ist es unter bestimmten Umständen auch möglich, während der Fahrt bei starkem Nebel ausschließlich das Standlicht zusammen mit den Nebelscheinwerfern zu verwenden. Auch in Deutschland ist dies möglich, sofern eine erhebliche Sichtbehinderung durch die Witterung gegeben ist. Allerdings dürfen Sie die Nebelscheinwerfer nicht verwenden, wenn keine entsprechenden Witterungsverhältnisse vorhanden sind.
  • Etwas anders sieht es beispielsweise in Österreich aus: Hier dürfen Nebelscheinwerfer durchaus auch als sogenanntes Tagfahrlicht verwendet werden. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass die Nebelscheinwerfer fest in der Fahrzeugfront eingebaut sind. Zusätzlich angebaute Nebelscheinwerfer dürfen zu diesem Zweck nicht verwendet werden.
  • Grundsätzlich gilt auch, dass die Nebelscheinwerfer so ausgelegt sein müssen, dass diese ein nach oben begrenztes Licht ausstrahlen. In der Regel ist dies aber durch die Bauform des Reflektors und der Leuchteigenschaften ausreichend gegeben.
  • Verwenden Sie beispielsweise originale im Fahrzeug verbaute Nebelscheinwerfer, so können Sie davon ausgehen, dass diese die eben erwähnten Eigenschaften besitzen und dementsprechend eingesetzt werden können.

Kommentare