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Handling und Fahrgefühl: Die Besonderheiten des Elektroautos

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:35
Wie fahren sich Elektroautos?

Alternative und zukunftsweisende Formen der Mobilität werden in den letzten Jahren immer mehr diskutiert. Prominent vertreten ist dabei natürlich immer wieder das Elektroauto. Längst betrifft das nicht mehr nur Technikfreaks und Ökofundis.

 

Die Diskussion um das Elektroauto ist in der breiten Öffentlichkeit angekommen. Doch wie sieht es eigentlich mit der aktuellen Praxistauglichkeit eines Elektroautos aus? Diese und ähnliche Fragen treten bei Interessenten häufig auf. Nachfolgend soll also dieser Aufklärungsbedarf etwas gedeckt und veranschaulicht werden, wie es um das Fahrgefühl mit einem Elektroauto nun wirklich bestellt ist.

Geschwindigkeit und Beschleunigung

Das Gerücht, dass Elektroautos keine hohen Geschwindigkeiten erreichen können erweist sich in der Praxis als unwahr. Geschwindigkeiten um die 150 km/h sind für viele Modelle kein Problem, auch wenn die offizielle Höchstgeschwindigkeit meist niedriger angesetzt wird.Gegen die “Raser” mit Verbrennungsmotor wird man dabei zwar den Kürzeren ziehen, dies verhält sich aber in Sachen Beschleunigung selbst ganz anders. Von 0 auf 100? Der Weltrekord für Elektroautos für die Zeitdauer zum Erreichen eines Tempos von 100 Stundenkilometern soll bei nur 2,15 Sekunden liegen. Dazu muss gesagt werden, dass das besagte Elektroauto speziell für diesen Rekord adaptiert wurde und nur 147 Kilogramm wiegt. Generell können Autos mit Elektromotor aber ziemlich schnell beschleunigen und lassen in dieser Kategorie so manchen protzigen Sportflitzer ganz alt aussehen.

 

Das Tanken und die Reichweite

Ein Kritikpunkt in Bezug auf Elektroautos stellt schon seit jeher die angeblich zu niedrige Reichweite dar. Es stimmt, mit einem Elektroauto wird man heute bei weitem nicht an die Distanz einer Tankfüllung mit herkömmlichen Verbrennungsmotoren herankommen.Von Herstellerseite werden manchmal Werte weit über 150 Kilometer pro Akkuladung angegeben. Hier ist anzumerken, dass diese Reichweite nur unter Idealbedingungen und bei besonders ökonomischer Fahrweise erreicht werden kann. Auch wenn man Elektroautos prinzipiell an herkömmlichen Steckdosen ‘auftanken’ kann, so empfiehlt es sich in der Praxis nach dafür vorgesehen Tanksäulen Ausschau zu halten. Bei diesen Schnelladestationen wird der elektrische Strom mit ganzen 83 Ampere ins Auto gejagt. So kann bereits nach einer halben Stunde ein Großteil der Vollladung erreicht werden. Klar ist, dass an anderen Steckdosen (10, 16 bzw. 32 Ampere) ein Ladevorgang um einiges länger dauern wird.Im Bereich der Elektromobilität wird daher größten Wert darauf gelegt, in naher Zukunft sowohl die Batteriekapazitäten, als auch das Tanksäulennetz signifikant zu verbessern bzw. auszubauen.

 

Ölwechsel und Wartungsfreiheit

Abgesehen davon, dass natürlich auch Batterien eine begrenzte Verwendungsdauer aufweisen, sind E-Fahrzeuge - im Gegensatz zu Autos mit Verbrennungsmotor - komplett wartungsfrei. Daher ist auch der von herkömmlichen PKWs bekannte Ölwechsel bei Elektroautos nicht notwendig. Die Lagerfette der Elektroantriebe sind so ausgelegt, dass kein Tausch über die gesamte Lebensdauer hinweg vorgenommen werden muss.

 

Als Stadtflitzer und für Pendler geeignet

Zusammenfassend ist zu sagen, dass die teilweise vorgenommene Kritik an Elektroautos in Sachen Handling und Fahrgefühl oft unbegründet ist. Auch wenn die Reichweite noch ausbaufähig ist, werden bereits ordentliche Werte erzielt. Hier ist auch die Politik bzw. Wirtschaft gefordert, ein besseres Versorgungsnetz auf die Beine zu stellen. Für überschaubare Pendlerstrecken ist ein Elektroauto auf jeden Fall geeignet. Auch als Stadtflitzer machen Elektroautos gute Figur. Wer das besondere Feeling eines Elektroautos genießen und ein Zeichen für unsere Umwelt setzen möchte, aber dennoch nicht auf ein ‘Langstreckenfahrzeug’ verzichten möchte, der sollte über die Anschaffung eines E-Mobils als Zweitwagen nachdenken. So genießt man die Vorteile beider Mobilitätsvarianten

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