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Letztes Update am 11.01.2016, 14:19
Warum verschneite Straßen für Autos mit Allradantrieb kein Problem sind.

Der Winter in manchen Regionen Österreichs lässt noch etwas auf sich warten. Er kommt aber bestimmt noch. Und mit ihm Eis und Schnee auf allen Fahrbahnen und Wegen. Bei derart widrigen Bedingungen bewähren sich allradangetriebene Autos.

Mehr Kraft im Winter

Mit den Semesterferien wird die Winterurlaubssaison fortgesetzt. Schneeglatte Fahrbahnen können An- und Abreisen schwierig machen. Um winterliche Bedingungen im Straßenverkehr zu bewältigen, brauchen PKWs ausreichend Bodenhaftung. Beim Allradantrieb verteilt sich diese auf alle vier Räder und wirkt damit doppelt. Gerade in den Wintermonaten ist Traktion wichtig. Diese ist bei vier angetriebenen Rädern ebenso besser als bei zwei. Ein Auto mit Allradantrieb wird sowohl geschoben als auch gezogen. Das kommt besonders dann zu tragen, wenn Straßen nicht schnee- und eisfrei sind. Allradautos fahren sich seltener im Schnee fest. Sie kommen außerdem wesentlich leichter frei als konventionelle Fahrzeuge mit Zweiradantrieb. Besseres Weiterkommen schätzen Autofahrer und Autofahrerinnen spätestens auf steilen Bergstraßen. Nicht nur das Fahren selbst, sondern schon das Aufbrechen kann in der kalten Jahreszeit mühsam sein. Beim Ein- und Ausparken von Autos, die unter Schneemassen feststecken, zeige der Allrad seine effektive Wirkung, weiß der langjährige ARBÖ-Testfahrer Andreas Dick.

Mehr Grip auf Eis

Schnee ist im Winter nicht die einzige Gefahrenquelle im Straßenverkehr. Sinken die Temperaturen, kann sich Glatteis bilden. Erfahrene Autolenker und -lenkerinnen wissen, dass Autos auf glatter Fahrbahn schwerer in Bewegung zu bringen sind als auf trockenen Straßen. Der Allradantrieb ist immer im Vorteil gegenüber Heck- oder Frontantrieb. Werden bei einem Fahrzeug nur zwei Räder bewegt, ist es mitunter unmöglich Grip zu bekommen. Bei vier Rädern ist die Chance deutlich höher, dass zumindest ein Rad Halt auf halbwegs griffigen Stellen bekommt. Fahren auf Eis ist mit Allrad deutlich ruhiger, das Fahrgefühl besser. Ein Vierradantrieb ist ebenso empfehlenswert, wenn es darum geht, Anhänger zu ziehen. Ist die Ausstattung des Allradautos nicht saisongerecht, nützt ein mehr an Kraft trotzdem wenig. Das A und O bei winterlichen Bedingungen sind gute Winterreifen. Nicht nur aufgrund der gesetzlichen Regelungen sind Sommerreifen von 1. November bis 15. April tabu. Vor allem beim Bergabfahren sind auch Autos mit Vierradantrieb, die nicht entsprechend bereift sind, kaum zu bremsen, warnt Experte Dick.
Kommt der Winter doch noch, haben es Fahrzeughalter, die ein Allradauto ihr Eigen nennen, leichter. Mit vier vollständig angetriebenen Rädern  kommt man bei schlechten Straßenverhältnissen besser zurecht und ist sicherer unterwegs.
(cg)

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