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Die richtige Kurventechnik mit dem Motorrad? - So geht's

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:14
Können und Sicherheit beim Motorrad fahren.

Bald steht der Sommer vor der Tür und damit beginnt für viele Zweiradbegeisterte deren Lieblingszeit des Jahres. Viele schwingen sich in ihre Bikerklamotten und unternehmen Ausflüge auf den Motorrädern. Gerne geht es dabei auch etwas schneller zur Sache, wenn die Strecke und die Geschwindigkeitsbegrenzung dies zulässt. Im Gegensatz zu anderen Verkehrsteilnehmern, die z.B. einen PKW benutzen, sind Motorradfahrer aber besonderen Gefahren ausgesetzt. Ein Motorrad besitzt kaum Sicherheitsmechanismen, um den Fahrer während eines Unfalls zu schützen. Aus diesem Grund ist ein vorausschauendes und sicheres Fahren unerlässlich, um sicher durch den Verkehr zu gelangen. Ein häufiger Grund für die Entstehung von Unfällen ist eine falsche Kurvenlage. Wie dies verhindert werden kann wird im Folgenden beschrieben.

Die Kurventechnik mit dem Motorrad

Das Prinzip des Motorrads:

  • Zunächst muss vor Augen geführt werden, wie das Motorrad im physikalischen Sinne aufrecht bleibt. Verantwortlich dafür ist das Kreiselmoment. Dieses bewirkt, dass ein Körper sich ab einer bestimmten Geschwindigkeit entlang der Drehachse „aufrichtet“. Konkret bedeutet dies beim Motorrad etwa, dass ab einer Geschwindigkeit ab 25 km/h eine stabile Lage erreicht wird.
  • Unterhalb dieser Geschwindigkeit ist das Motorrad am Schlingern und droht ständig umzukippen. Oft kann diese Geschwindigkeit allerdings nicht erreicht werden, etwa in der Stadt oder bei schwierigen Wetterbedingungen.
  • Eine Übung, um die Kurventechnik des Motorrads zu verbessern liegt also in der Verbesserung des gesamten Fahrgefühls. Wer öfters mal bewusst langsam fährt, lernt die Fahreigenschaften des Zweirads besser kennen und zu beherrschen.


Auftretende Kräfte:

  • Während der Kurvenfahrt treten allerdings noch andere Kräfte auf.
  • Wichtigste Kraft hinsichtlich der Fahrsicherheit ist die Fliehkraft. Sie versucht das Zweirad während der Kurvenfahrt entgegen des Lenkeinschlags nach außen zu drücken. Dies bedeutet, dass der Fahrer bei einer Rechtskurve zur Fahrbahnmitte und bei einer Linkskurve an das Kurvenäußere gedrückt wird.
  • Dieser Effekt wird umso größer, je größer die Masse des Fahrers und Motorrads ist und je schneller Sie unterwegs sind.


Maßnahmen zur Fahrstabilisierung:

  • Die erste Technik, um einem Unfall zu entgehen liegt nun darin stets im Kurvenmittelpunkt in die Schräglage zu gehen. Bei dieser Kurventechnik mit dem Motorrad besteht zu beiden Seiten genügend Spiel, sodass das Motorrad weder in den Gegenverkehr, noch von der Fahrbahn gedrängt wird. Sollte eine Veränderung der Fahrbahnlage durch überhöhte Geschwindigkeit erfolgen, bleibt zudem noch genügend Zeit, um Gegenmaßnahmen zu treffen.
  • Weiterhin ist es von Vorteil die Kurve möglichst von außen anzufahren. So ist es einfacher den Scheitelpunkt zu treffen und nicht von der Fahrbahn abzukommen. Zudem sollte kein hektisches Lenken stattfinden, sondern die Kurvenfahrt eine flüssige Bewegung sein, ohne ständig korrigierend eingreifen zu müssen.
  • Der wichtigste Tipp besteht allerdings darin den Blick stets zur Fahrtrichtung zu wenden. Denn intuitiv wird der Körper versuchen dem Blickpunkt zu folgen und die benötigten Bewegungen ausführen. Die richtige Kurventechnik mit dem Motorrad erfordert allerdings wie so vieles im Leben ein ständiges Üben und Trainieren.

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