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Motorschaden erkennen? - So geht's

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:14
Wenn der Motor nicht mehr läuft kann man von einem Motorschaden sprechen. Verschiedene Ursachen, die

Ärgerlich aber manchmal nicht zu vermeiden. Der Motor beim Auto oder bei anderen Fahrzeugen geht einfach nicht mehr. Wie man einen Motorschaden erkennen kann und was es dabei sonst noch zu wissen gibt, sehen wir uns in diesem Artikel an.

Erkennungsmerkmale eines Motorschadens:

  • Nachlassen der Motorleistung Das Fahrzeug lässt in der Beschleunigung nach und benötigt für weniger Leistung mehr Kraftstoff.

    Dafür kommen verschiedene Ursachen in Betracht, es kann sich um einen Motorschaden handeln.

  • Hin und wieder einen Blick auf den Auspuff, gibt Hinweise auf den Motorzustand.

    Bläulicher Qualm deutet auf eine erhöhte Ölverbrennung hin , was wiederum auf verschlissene Dichtungen schließen lässt.

    Weißer Qualm hingegen, lässt den Schluss zu, dass im Motor Kühlwasser verbrennt, was die Folge einer undichten Zylinderkopfdichtung sein kann.

  • Schaum auf dem Öleinfüllstutzen oder Öldeckel

    Auch eine Veränderung im Bereich des Öldeckels und Öleinfüllstutzens, weißer Schaum, kann ein Indiz für eine defekte Zylinderkopfdichtung sein.

  • Der Ölverbrauch erhöht sich

    Die Ölstandmessung ist eine wichtige Quelle, um Veränderungen am Motor zu erkennen und sollte nicht vernachlässigt werden. Der Anstieg des Ölverbrauches lässt Schlüsse über den Zustand der Dichtungen zu.

  • Motoröl weißt sichtliche Veränderungen auf

    Wenn das Motoröl stark verunreinigt, eventuell kleine Metallsplitter oder Ähnliches aufweist, ist davon auszugehen, dass diese durch Kollidieren im Motor entstanden sind.

  • Auf Geräusche achten

    Geräusche wie klacken oder klopfen, quietschen oder pfeifen können verschieden Ursachen haben. Der Keilriemen ist locker, der Auspuff hat ein Loch oder der Motor ist defekt. In jedem Fall ist anzuraten einen Fachmann auf zu suchen, denn: „Ohne Ursache keine Wirkung“.

  • Auto mit Dieselmotor macht Startprobleme

    Bei älteren Fahrzeugen können Startprobleme darauf hinweisen, dass der Kompressionsdruck zu niedrig ist und somit die Zündtemperatur zum Start nicht ausreicht.

Allgemeines zum Thema Motorschaden erkennen

  • Motorschaden

     Wenn der Motor nicht mehr läuft kann man von einem Motorschaden sprechen.

    Verschiedene Ursachen, die zum Motorschaden führen können:

    • Der Keilriemen ist gerissen
    • Ein gerissener Zahnriemen hat zur Folge, dass sich die Ventile nicht mehr zum richtigen Zeitpunktöffnen. Sollten sich die Ventile nicht schließen, könnten sie mit dem Kolbenboden zusammen treffen und erheblichen Schaden verursachen, oder auch einen Motor-Totalschaden zur Folge haben.

       

    • Die Kolbenringe sind Kaputt

      Kolbenringe haben mehrere Aufgaben und in den PKW-Motoren befinden sich gleich 3 für jeden Zylinder. Da befindet sich oben auf, der Kompressionsring, welchem die Aufgabe zukommt, die entstandene Wärme abzuleiten und gut abzudichten. Darunter befindet sich der Kolbenring, welcher zum Einen die Verbrennungsgase abdichtet und zum Andern zur Steuerung des Ölhaushaltes beiträgt. Dem dritten Kolbenring fällt die Aufgabe zu, das Schmieröl der Zylinderwand abzustreifen und den Ölfilm optimal für das Gleiten der oberen Kolbenringe zu gewähren. Diese wichtigen Aufgaben können bei beschädigten Kolbenringen nicht mehr gewährleistet werden und Kolben und Zylinder kollidieren, was wiederum zu erheblichen Schaden führt.

       

    • Der Motorblock weißt einen Riss auf

      Ein Riss im Motorblock führt zu Ölverlust und kann nur ausgetauscht werden.

       

      Der Kompressionsdruck ist zu niedrig

      Dabei handelt es sich um den Druck, welcher durch den Hub des Kolbens im Zylinder erzeugt wird. Oft ist die Ursache für Kompressionsverlust das Alter und die extrem hohe Laufleistung des Motors, welche die Dichtungen verschleißen lassen.

       

    • Die Zylinderkopfdichtung ist kaputt

      Wie das Wort schon vermuten lässt, dichtet die Zylinderkopfdichtung den Zylinderkopf ab. Außerdem dichtet sie sämtliche Kühlwasserkanäle, Motorkanäle und den Verbrennungsraum ab. Sie spielt eine wichtige Rolle bei der Kräfteübertragung und Kraftverteilung.

      Wenn die Zylinderkopfdichtung ihre Aufgabe nicht mehr erfüllt, kann Motoröl in das Kühlwasser gelangen und einen Motorschaden nach sich ziehen.

       

    • Den falschen Kraftstoff getankt
      Das Betanken mit dem nicht für den PKW zugelassenem Kraftstoff ist je nach Motor-Typ und Kraftstoff unterschiedlich zu betrachten. Während es in einigen Fällen möglich ist den Kraftstoff wieder abzusaugen und mit dem richtigen Kraftstoff nach zu tanken, kann bei einem Moderneren Diesel die Einspritzpumpe Schaden nehmen, was einen Motorschaden zu Folge hat. In jedem Fall sollte kompetente Auskunft vor der weiterfahrt eingeholt werden. 

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