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Notwendiges Transportmittel oder unleistbare Last: Sind Autos zu teuer?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:37
Ein Auto ist nicht nur in der Anschaffung meist sehr kostenintensiv, sondern auch die langfristigen Kosten haben es in sich.

Wie lautet ein altes Sprichwort: "Auto" fängt mit "Au" an und hört mit "O(h)" auf. Diesbezüglich ist von den zum Teil nicht unerheblichen finanziellen Aufwendungen die Rede, die es sowohl für die Anschaffung, als langfristig auch für den Unterhalt des vierrädrigen Untersatzes zu "berappen" gilt.

 

Wer ernsthaft in Erwägung zieht, ein Fahrzeug käuflich erwerben zu wollen, sollte sich demgemäß schon im Vorfeld überlegen, inwiefern es auch langfristig möglich sein wird, den Kostenaufwand (der ja Monat für Monat anfallen wird) bewerkstelligen zu können. Wer also kalkuliert, ist klar im Vorteil - und vermeidet zudem finanzielle Risiken.

Bitte beachten

  • Viele Autofahrer melden sich in einem Automobilclub an - was natürlich ebenfalls nicht kostenlos, aber sicherlich in vielen Fällen zu empfeheln ist. Darüber hinaus fallen Kosten für die Maut sowie möglicherweise andere Straßennutzungsgebühren an.
  • In der Regel zahlen Autofahrer darüber hinaus auch einen Beitrag für die Inanspruchnahme von öffentlichen Parkplätzen. Aber auch für Parkplätze, die zum Wohnhaus gehören, werden häufig Kosten in Rechnung gestellt.
  • Um das Auto "in Schuss" zu halten, sind Inspektionen bzw. Wartungsarbeiten am Fahrzeug unerlässlich. Auch diese schlagen mit einem beträchtlichen Anteil zu Buche.
  • Und als sei auch das noch nicht genug, fallen selbst dann noch Kosten für das Fahrzeug an, wenn man es veräußert oder verschrotten lässt. Nicht zu vergessen die Entsorgungsgebühren und mögliche Abschleppkosten.

Kosten vs. Nutzen: Entscheidungshilfe

Die wichtigsten Kosten

Wenn es darum geht, die anfallenden Kosten für ein Auto zu berücksichtigen, so spielt in erster Linie der Kaufpreis eine Rolle. Weil dieser jedoch zumeist das monatliche Einkommen um ein Vielfaches übersteigen kann, wird die Anschaffung über eine Finanzierung abgewickelt. Das bedeutet, dass sich im Endeffekt der Kaufpreis sowohl um die entsprechenden Zinsen, als auch um Tilgungskosten, Verwaltungsgebüren et cetera erhöhen wird. Diese sind üblicherweise im Rahmen monatlicher Ratenzahlungen zu begleichen.

 

Wer mit dem Fahrzeug fahren will, hat dieses regelmäßig zu betanken. Und auch Öl ist ab und an aufzufüllen bzw. zu wechseln, sodass sich hieraus ein zusätzlicher, nicht unerheblicher Kostenfaktor ergibt. Nicht zu vergessen sind Kühlmittel, Reinigungsprodukte, Wischwasser etc. - Die Wartung ist immer teuer. 

 

Damit man aber überhaupt erst mit dem Auto fahren kann und es in adäquater Form abgesichert ist, ist das Fahrzeug zunächst einmal anzumelden sowie dann auch zu versichern. Entsprechend sind Anmeldegebühren, Kosten für Kennzeichen, (Umwelt-)Plaketten und Co. sowie Versicherungsbeiträge (Haftpflicht, Teil- bzw. Vollkasko) sowie gegebenenfalls Rechtschutzversicherungsbeiträge und Steuern aufzuwenden. Darüber sollte man sich auf jeden Fall bewusst sein. Verfügt man nicht über den entsprechenden Versicherungsschutz, so ist stets mit anfallenden Kosten für Reperaturen zu rechnen.

 

Nutzen des Autos

Abgesehen von den Kosten liefert ein Auto natürlich einen hohen individuellen Nutzen. Nicht zuletzt deshalb wollen nur wenige komplett auf das eigene Fahrzeug verzichten. Allen voran ist natürlich die Mobilität und Unabhängigkeit zu nennen. Man hat zu jeder Tages- und Nachtzeit die Möglichkeit, Wegstrecken zurückzulegen und relativ sicher von A nach B zu gelangen.

 

Für viele berufstätige Menschen ist das eigene Auto schon alleine aus diesem Grund nicht wegzudenken. Öffentliche Infrastruktur ist in vielen - vor allem ländlichen Gebieten - nur suboptimal vorhanden. Ohne Auto hätten viele gar nicht die Möglichkeit, den Arbeitsplatz aufzusuchen.

 

Nicht von der Hand zu weisen ist bei vielen auch der Faktor Statussymbol: Natürlich kann man in einem riesigen BMW oder dem edlen Mercedes einige Blicke auf sich ziehen. Viele hätten theoretisch die Möglichkeit, auf das eigene KFZ zu verzichten, tun es aber auch aus diesem Grund nicht.

 

Wesentliche Kosten und Entscheidungs-Fazit

Wesentliche Kosten für's Auto sind:

  • Anschaffungskosten
  • Versicherungen, Steuern
  • Betriebskosten
  • Sprit, Öl und Co.
  • Straßennutzungsgebühren, Maut
  • Abschleppkosten, Parkplatzgebühren, Standmieten
  • Reparaturkosten, Inspektionen, Ersatzteile
  • Abschreibungskosten ( Wertverlust des Fahrzeugs)
  • Ratenkosten, Verwaltungsgebühren, Tilgungs- und Zusatzkosten

 

Fazit:

Das Auto stellt definitiv eine (langfristige) finazielle Belastung dar und ist außerdem - auch wenn sich der Spritverbrauch der Fahrzeuge in den letzen Jahren deutlich reduziert hat - nicht gerade positiv für Klima und Umwelt. Dennoch bringt es viele individuelle Benefits mit und noch immer könnten viele niemals auf das eigene Auto verzichten.
Sprich: Wenn es für Dich in Frage kommt, auf das Auto gänzlich zu verzichten, tust Du der Umwelt und deinem Portemonais definitv etwas Gutes. Carsharing-Modelle sowie der öffentliche Verkehr können hier eine angenehme und relativ preiswerte Alternative darstellen.

 

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