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Pannenspray beim Autoreifen anwenden? - So geht's

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:54
Mit 120 km/h auf der Autobahn, unterwegs zum wichtigen Termin passiert es...
ein Fremdkörper auf der Fahrbahn beschädigt den Reifen. Was nun? Den teuren Pannendienst rufen, auf den man Stunden warten muss? Denn einen Ersatzreifen führen immer weniger Autofahrer mit sich herum. Und für Motorradfahrer wäre dies gar nicht erst möglich. Der Termin ist also abgehakt. Oder?

Abhilfe schaffen kann in diesem Fall ein Pannenset. Es ist an vielen Tankstellen oder auch im Internet bereits für kleines Geld zu erwerben und kann in solch einem Fall Gold wert sein. 

Die Pannensets bestehen zumeist aus einem speziellen Pannenspray auf Latexbasis und einem kleinen Kompressor, der den Reifen nach der Reparatur wieder in Form bringt. Wie das Set angewendet wird und funktioniert beschreibt folgende Anleitung näher:

  • Die Reperatur lediglich eine Notlösung. Sie ersetzt in keinem Fall einen gewechselten Reifen. 
  • Auch sollte man von einem Pannenspray keine Wunder erwarten. Bei einer größeren Beschädigung wird auch das Spray keine Lösung mehr bieten, sodass das Rufen des Pannendienstes zum unumgänglichen Übel wird. 
  • Besonders als Fahrer eines Motorrades ist Vorsicht geboten, da ein Platten das Gefährt schnell aus dem Gleichgewicht bringen kann.

  1. Zunächst gilt es den Reifen gründlich zu säubern, um etwaige Fremdkörper zu entfernen.
  2. Im nächsten Schritt muss die Luft aus dem Reifen abgelassen werden, falls dies nicht ohnehin durch den Schaden passiert ist. Das Ventil sollte sich idealer Weise im oberen Drittel des Reifens befinden um eine optimale Verteilung des Sprays zu ermöglichen.
  3. Nun gilt es das Pannenspray zur Hand zu nehmen und es bei kalten Temperaturen aufzuwärmen. Dies ist wichtig, damit es nicht zu dickflüssig ist und sich gut und gleichmäßig im Reifen verteilt. Zum Erwärmen eignen sich entweder die Hände oder die Autoheizung. 
  4. Damit die Bestandteile des Sprays gut vermischt sind, sollte es nun mindestens eine Minute geschüttelt werden. Das Mittel besteht zumeist aus einer Art flüssigen Gummi und kleinen Fasern, die sich zusammen mit dem Gummi im Leck des Reifens verkeilen und so den Verschluss letzteren ermöglichen. Deshalb ist es wichtig die Komponenten genügend durchzumischen.
  5. Nun wird das Spray, je nach Set, auf das Ventil aufgesetzt oder aufgeschraubt und der gesamte Inhalt eingesprüht. Im Inneren wird die Flüssigkeit fein verstäubt und verteilt sich im Reifeninneren. Das Leck wird nun geflickt indem das Gel oder die Flüssigkeit dieses ausfüllt und dann aushärtet. 
  6. Bei der Anwendung des Sprays sollte nicht gespart werden. Besonders bei Autoreifen sollte die Dose komplett geleert werden. 
  7. Damit der Reifen wieder ordentlich Druck bekommt, ist in den meisten Reparatursets ein kleiner Kompressor mit meist 12 V integriert. Beim dessen Einsatz muss nun geprüft werden, ob das oder die Lecks geflickt worden sind. 
  8. Weiterfahren - langsam versteht sich. Da das Reparaturkit lediglich eine Pannenhilfe darstellt, mit der man den Weg bis zur nächsten Werkstatt noch unbeschadet überbrücken kann, sollte eine Geschwindigkeit von 80 km/h mit dem geflickten Reifen nicht überschritten werden. 

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