Foto: Hemin Xylan / Shutterstock.com

Powerwheelie mit dem Motorrad lernen - So geht´s

Drucken
Letztes Update am 22.10.2014, 14:25
Im Folgenden eine Anleitung wie der sogenannte Powerwheelie funktioniert.

Einen Wheelie auf dem Motorrad, vor möglichst vielen Beifall klatschenden Zuschauern zu vollführen, ist ein Traum, den wohl viele Biker haben. Deswegen soll im Folgenden eine Anleitung gegeben werden wie der sogenannte Powerwheelie funktioniert.

Vorab ist zu erwähnen, dass man einen Wheelie

  • nie auf stark befahrenen Straßen ausführen sollte
  • nur ausführen sollte, wenn man sein Motorrad völlig unter Kontrolle hat (viel Fahrpraxis und Fingerspitzengefühl ist von nöten!)
  • nur in kompletter Motorradschutzausrüstung fahren sollte.

Der Powerwheelie

Es gibt drei Verschiedene Arten von Wheelies, den Kupplungs-, Gas- und Powerwheelie. In dieser Anleitung soll nur auf die Ausführung des letzeren eingegangen werden.

Eigentlich ist der Powerwheelie der einfachste seiner Art, denn wie es schon der Name sagt, reicht es bei diesem völlig aus, wenn das Motorrad genügend Power hat. Powerwheelies kann man sehr häufig bei der Moto-GP sehen, wenn ein Motorrad aus der Kurve heraus beschleunigt wird.

Mit den 200 PS des Motorrades auf ein extrem leichtes Gewicht passiert es dann automatisch, wenn der Gashahn richtig aufgezogen wird, dass der Vorderreifen vom Boden abhebt.

Doch nicht jeder hat eine solche Racing-Maschine, möchte aber trotzdem den Wheelie ausführen. Der Powerwheelie kann jedoch mit einer einigermaßen gut motorisierten Maschine auch relativ leicht ausgeführt werden.

  1. Fahre auf einer freien, für den Anfang am besten möglichst geraden Strecke mit einer Geschwindigkeit von ungefähr 30 km/h. Dann mach das Gas für einen kleinen Moment zu.
  2. Genau in diesem Moment lehnst du dich mit deinem Gewicht nach Vorne und reißt dann mit deiner ganzen Kraft den Lenker nach oben und dein Gewicht nach hinten.
  3. Gleichzeitig gibst du wieder behutsam Gas (je nach Motorisierung mal mehr, mal weniger) bis das Vorderrad in die Höhe geht.
  4. Um dein Gleichgewicht zu halten ist es ratsam nicht auf den Drehzahlanzeiger zu sehen, sondern ein Stück vor dir die Straße anzuschauen. Dadurch kannst du das Motorrad besser im Gleichgewicht halten und hast die Straße und eventuelle Hindernisse im Blick.
  5. Um den Wheelie aufrecht zu erhalten, dosiere das Gas je nach Situation. Damit das Rad in der Höhe bleibt, bzw. um es wieder hoch zu holen, gib ein wenig mehr Gas. Um nicht hinten über zu fallen, steig auf die Hinterradbremse! Das Gas zu drosseln ist zwar auch richtig, dauert aber immer ein ein bisschen.
  6. So nun ist klar, wie der Wheelie in der Theorie funktioniert. Um ihn in der Praxis aber wirklich richtig zu beherrschen, benötigt man viel Übung. Wichtig ist, nie zu viel riskieren, bevor das Motorrad am Ende Schrott ist. Das ist der Wheelie nicht wert.

Kommentare