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Richtige Autobereifung für den Sommer - Darauf ist zu achten

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:24
Sind Unfälle auf Pflichtverletzungen in dieser Hinsicht zurückzuführen, lehnen Versicherer oftmals

Bereifung und Räder gehören unabhängig von Jahreszeit, Witterungsbedingungen und Geschwindigkeiten bei jedem Kraftfahrzeug zu den besonders sicherheitsrelevanten und sensiblen Baugruppen. Von ihrem Zustand hängen die Sicherheit im Straßenverkehr und nicht nur die eigene Gesundheit und das Leben ab. Jährlich verursachen Mängel an Reifen und Rädern schwerste Verkehrsunfälle. Für ihren Zustand ist der Fahrer in vollem Umfang verantwortlich. Genau genommen hat er sich vor jeder Fahrt vom verkehrs- und betriebssicheren Zustand des Fahrzeuges und damit auch hinsichtlich Räder und Bereifung zu überzeugen. Sind Unfälle auf Pflichtverletzungen in dieser Hinsicht zurückzuführen, lehnen Versicherer oftmals eine Schadensregulierung ab.

  • Generell dürfen Kraftfahrzeuge nur mit den Rädern und der Bereifung am Straßenverkehr teilnehmen, die vom Hersteller vorgeschrieben sind. 
  • Alles andere stellt eine grobe und unter Umständen sogar eine vorsätzliche Pflichtverletzung dar. 
  • Der Gesetzgeber legt allen Kraftfahrern zu dem auf, die Bereifung der Jahreszeit bzw. den Witterungsverhältnissen anzupassen. 
  • Im Winter sind Reifen zu nutzen, die für den Winterbetrieb zugelassen sind. 
  • Das sind Winterreifen und Ganzjahresreifen, die entsprechend gekennzeichnet sein müssen (M&S; M+S; M und S; Schneeflockensymbol).

Hilfreiche Hinweise

target="_self">Autobereifung im Sommer

  • Eine vorgeschriebene Sommer - Autobereifung gibt es nicht. Es ist nicht verboten im Sommer mit Winterreifen zu fahren. Allerdings bringt das eine Vielzahl von Nachteilen mit sich. Die wichtigsten sind: wesentlich längerer Bremsweg (bis zu 25%) und damit eine erhöhte Unfallgefahr bei kritischen Situationen im Vergleich zu Sommerreifen, weniger stabiler bzw. sogar instabiler Fahrzustand bei langen Fahrten, hohen Geschwindigkeiten, widrigen Fahrbahnverhältnissen, abgenutzten Reifen usw. sowie oft ein höherer Reifenverschleiß und Kraftstoff-/Energieverbrauch (erhöhte Umweltbelastung).
  • Die oben genannten Ganzjahresreifen dürfen im Sommer genutzt werden. 
  • Am sichersten ist es jedoch eine hochwertige Autobereifung im Sommer zu fahren (Sommerreifen). Im Zweifel stellt die Autobereifung, die vom Hersteller beim Kauf des Fahrzeuges aufgezogen ist, diejenigen dar mit der nach einem Wechsel weiter gefahren werden sollte.
  • Wer Sommerreifen benutzt muss auf den richtigen Zeitpunkt achten, wann diese auf- bzw. abzumontieren sind. Die Faustregen lautet: Sommerreifen von „O bis O“, also von Ostern bis Oktober, wobei auf die jeweiligen Witterungsverhältnisse, die Fahrziele und anderes zu achten ist.
  • Generell gilt dass das Reifenprofil nicht weniger als 4 mm betragen und gleichmäßig abgenutzt sein soll. Sind Reifen zu erneuern, wird geraten alle Räder mit dem gleichen Reifentyp zu bestücken. Winter- und Sommerreifen dürfen an einem Fahrzeug nicht kombiniert werden. Weisen die Reifen die empfohlene Profilhöhe in der gesamten Lauffläche auf und sind nicht beschädigt, müssen sie nach etwa fünf Jahren erneuert werden.

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