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Schnäppchenjagd am Automarkt

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:37
Die Anschaffung eines neuen Autos schreckt viele ab,...

Die Anschaffung eines neuen Autos schreckt viele ab, da es unmittelbar in Verbindung mit der Ausgabe eines „kleinen Vermögens“ gebracht wird – das muss aber so nicht sein. Sich einen ordentlichen Neuwagen anzuschaffen und ein Sparfuchs zu bleiben, lässt sich gut miteinander vereinbaren. Denn mit den richtigen Argumenten lässt sich meist ein Rabatt herausschlagen, ohne dabei in Leasing- oder Kreditfallen zu tappen.

Qualität im Visier

Markt ausloten und Preisvergleich anstellen

Man sieht es immer wieder: Ein Tritt gegen die Reifenflanke, ein Blick in den Motorraum, ein kurzes Gespräch mit dem Händler und fertig ist die Besichtigung des Gebrauchtwagens. Der Haken: so lässt sich der Kauf nicht seriös beurteilen. Es ist notwendig, verschiedene Autohäuser aufzusuchen und sich mehrere Angebote für ihr Traumauto unterbreiten zu lassen. Das Internet bietet hier einen sehr guten Überblick über aktuelle Preise und Rabattspannen. Die Angebote können auch ruhig vor dem Konkurrenten ausgesprochen werden, denn, und das wissen die wenigsten, die Händler können im Schnitt zwischen 10-20% Rabatt auf einen Neuwagen geben. Ein gewisses Verhandlungsgeschick ist hier äußerst hilfreich.

 

Kreditkonditionen  und Leasing Angebote vergleichen

Der Vorteil der Kreditfinanzierung ist, dass der Kredit nicht bei der Partnerbank des Autohauses abgeschlossen werden muss, sondern die Wahl der passenden Bank selbst abgewogen werden kann. Auch Leasing wird beim Autokauf immer beliebter, weil es durch die geringen monatlichen Raten am günstigsten erscheint. Hier gilt es aber aufzupassen, zu vergleichen und die Verträge genau unter die Lupe zu nehmen, da es bei der Rückgabe oder der Überschreitung der vereinbarten Kilometeranzahl zu erheblichen Nachzahlungen kommen kann.

 

Sondermodelle

Wer sich nicht auf eine bestimme Konfiguration eines Wunschmodells fixiert hat, sollte den Kauf eines Sondermodells in Erwägung ziehen. Diese werden von jeder Marke von Zeit zu Zeit angeboten und sind meist um einiges günstiger, aber eben nur in festgelegten Motorisierungen und Farben erhältlich.

 

Tageszulassungen oder Jahreswagen

Autos mit Tageszulassung haben oft 0 Kilometer auf dem Tacho und sind praktisch neu, rechtlich gesehen gelten sie aber nicht mehr als Neuwagen. Sie werden vom Hersteller oder Händler angemeldet, um die Zulassungsstatistik etwas zu verschönern. Dadurch profitieren Autokäufer mit bis zu 15-25% Rabatt auf den Listenpreis, weil das Fahrzeug durch die Anmeldung bereits als gebraucht gilt. Wichtig ist allerdings zu beachten, dass mit der Erstzulassung Fristen wie Garantie oder KFZ-Hauptuntersuchung zu laufen beginnen.

 

Abholung und Barzahlung

Durch die Autoanlieferung kommt es zu zusätzlichen Kosten, die sich durch die persönliche Abholung leicht einsparen lassen. Die Kosten purzeln weiter nach unten bei einer direkten Barzahlung. Wer das nötige Kleingeld für diese Finanzierungsmethode hat, sollte diese auf jeden Fall in Betracht ziehen, da neben dem vom Autohändler gegebenen Rabatt, teure Zinsen oder Leasingklauseln aus der Welt geschafft werden.

 

Betriebskosten und Sonderrabatte

Ebenfalls sind die Kosten nach dem eigentlichen Kauf zu beachten. Sprit-, Versicherungs- und Reparaturkosten können von Modell zu Modell stark variieren. Zudem sollte auf die richtige Jahreszeit für den Kauf des Wagens geachtet werden, denn viele Händler wollen vor der Jahreswende noch schnell ihre Bilanz aufbessern, da der Dezember traditionell ein schwacher Auto-Kauf Monat ist. Daher werden einige Fahrzeuge zu Schnäppchenpreisen, oder auch mit gratis Winterreifen angeboten. Allgemein ist es wichtig, viel Zeit in die Überlegungen zwecks Finanzierungsmöglichkeiten und Suche nach dem passenden Fahrzeug einzurechnen. Denn die Anschaffung eines Autos ist eine große finanzielle Investition und sollte nicht von heute auf morgen getätigt werden.

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