Drucken
Letztes Update am 13.07.2015, 09:10
Vor allem Dienstwagen, die einen erhöhten CO2-Ausstoß aufweisen, werden bald teurer.

Er ist der Traum von so manchem Österreicher: Der Dienstwagen, der dem fleißigen Arbeiter von der Firma zur Verfügung gestellt wird. Wie die Steuerreform voraussehen lässt, werden für genau diese Wagen bald mehr Steuern gezahlt werden müssen. Vorausgesetzt, sie überschreiten einen gewissen Wert an Emissionen.

Teures Limit

Für die private Nutzung ihres Dienstautos bezahlten Angestellte derzeit 1,5 Prozent der Anschaffungskosten pro Monat. Ab 2016 soll dieser Steuersatz auf etwa zwei Prozent angehoben werden. Betroffen sind davon aber voraussichtlich nur Autos, die mehr als 120 Gramm CO2 pro Kilometer verbrauchen. Der maximale Sachbezug soll dabei bei 960 Euro liegen. Unter 120 Gramm CO2 pro Kilometer bleibt der Steuersatz wie gewohnt. Experten zufolge werden von der neuen Regelung rund 150.000 Arbeitnehmer betroffen sein, das Finanzamt rechnet mit zusätzlichen Einnahmen von rund 50 Millionen Euro.

Das richtige Modell

Trotz anfänglichen Aufschreien vieler Autofahrer gibt es viele Auswege, um nicht mehr fahrzeugbedingte Steuern an den Fiskus zu bezahlen. Am Markt steht bereits eine Fülle an nachhaltigen Kfz-Modellen zur Verfügung. „Der menschgemachte Klimawandel ist da. Ungebremst hat er verheerende Folgen. Aber ich habe gute Nachrichten: Wir können einen drastischen Klimawandel verhindern“, weiß auch der Experte und Mitempfänger des Friedensnobelpreises 2007, Andreas Fischlin. Die Liste an ökologischen Autos ist lang, eine detaillierte Aufstellung findet sich etwa auf der Vergleichsplattform Autoverbrauch.at. Faktoren, die ein nachhaltiges Auto ausmachen, sind demnach unter anderem das reduzierte Gewicht des Fahrzeuges, spezielle Motoren, die mit niedriger Drehzahl auskommen, Hybrid- und Elektrolösungen sowie ausgeklügelte Partikelfilter.


Wer als Dienstwagenlenker künftig nicht mehr Steuern an das Finanzamt abtreten möchte, der sollte wohl beim nächsten Gespräch mit dem Chef die Frage des Fahrzeugmodelles ansprechen. Damit ist letztlich nicht nur die eigene Geldbörse, sondern auch die Umwelt im Vorteil.

Kommentare