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Stromtankstellen für Elektroautos: Frischer Saft für leere Batterien

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:35
Mutige Ziele für die Zukunft wurden gesetzt.

Der Prozentsatz der Elektroautobesitzer bzw. desjenigen Teils der Zivilbevölkerung, der sich für ein nachhaltiges Autofahren interessiert, ist in Österreich stetig im Anstieg. Aktuell gibt es in Österreich ca. 2500 Elektroautos.

 

Ein wichtiger Faktor, der die Kaufentscheidung vieler Konsumenten sicher entscheidend beeinflusst, ist die Dichte der Lademöglichkeiten innerhalb des öffentlichen Verkehrsnetzes. Österreich befindet sich diesbezüglich im Umbruch, indem immer mehr öffentliche Stromtankstellen eingerichtet werden sollen, an denen Elektroautos geladen werden können.

 

Vor allem private Anbieter stecken sich ihre Ziele dabei sehr hoch, zum Beispiel mit dem Vorhaben bis 2020 ca. 4500 Stromtankstellen einrichten möchte. Entscheidend ist hierbei die Bezugsquelle des Stroms, da er natürlich nachhaltig sein soll und in diesem Fall aus Wasserkraft gewonnen werden soll.

 

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Technische Details

  • Stromtankstellen sind meist öffentlich zugängliche Lademöglichkeiten für Elektroautos.
  • Die Tankstellen sind normiert und werden mit 230 V und 16 A betrieben.
  • Unterschieden wird hier zwischen Normalladung und der Ladung durch einen Drehstromanschluss, der für die Ladung mehrerer Fahrzeuge gleichzeitig oder die Schnellladung eines Fahrzeugs verantwortlich ist: letztere wird durch einen Hochstromanschluss mit  400 V und 16 A garantiert, hierdurch kann ein topmodernes Elektroauto schon fast in einer halben Stunde aufgeladen werden.
  • Idealfall: Nachhaltigkeit sollte dabei durch den Bezug des Stroms aus nachhaltigen Energiequellen (Wind, Wasserkraft…) gewährleistet sein.

Stromtankstellenangebot in Österreich

Derzeit gibt es keinen allgemein festgelegten Standard für die Stecksysteme von Stromtankstellen, innerhalb der EU variieren die Vorkommnisse der Stromtankstellen von Land zu Land sehr stark. In Österreich gibt es aktuell 3300 Stromtankstellen, das Ziel ist es hier langfristig in allen Gemeinden Öko-Stromtankstellen für Elektroautos zu gewährleisten.

 

Vorreiter was die Anzahl der öffentlichen Stromzapfstellen betrifft ist Niederösterreich mit 1353 Stück, gefolgt von Oberösterreich (509) und der Steiermark (398), das Schlusslicht bildet Vorarlberg mit nur 59 Stück.

 

Als Besitzer eines Elektroautos mit einer durchschnittlichen Reichweite von 100-160 km, ist es wichtig sich vor dem Antritt einer Reise ausgiebig zu informieren, wo man auf der Strecke öffentliche Stromtankstellen finden kann.

 

Besonders hilfreich ist dabei der E-Tankstellen-finder, der sich durch das Ziel entwickelt hat, die E-Tankstellen-Infrastruktur zu verbessern und dadurch den Vormarsch der Elektromobilität voranzutreiben (entwickelt durch die Kelag).

 

Auf dieser Plattform kann jede Privatperson, jedes Unternehmen und jede Gemeinde eine neue Stromtankstelle eintragen und somit das Netzwerk mit einem wertvollen Beitrag erweitern. Zusätzlich bietet der ÖAMTC an unterschiedlichen Stützpunkten Auflademöglichkeiten für Elektroautos an.

 

Ausblick

Aber wie schon eingangs erwähnt wurde, gibt es auch viele andere Anbieter, die sich den Ausbau des Netzes für Stromtankstellen vorgenommen haben. Hier wird (bei Smatrics zum Beispiel) auch die Versorgung des Netzes mit nachhaltigem Strom aus Wasserkraft garantiert, was dem Nutzer des Elektroautos den Gang zur Tankstelle ohne schlechtes Gewissen ermöglichen wird.

 

Das Ziel ist es das Netz so zu verdichten, das alle 60 km eine Stromtankstelle (mit Schnellladefunktion) vorhanden sein wird, was dazu beitragen könnte, dass sich die kritische Reichweiten-Thematik hinsichtlich der Anschaffung eines Elektroautos von selbst aufhebt.

 

Die allgemeinen Bestrebungen das Versorgungsnetz auszubauen sind also sehr positiv zu bewerten, da es eine nachhaltige und nicht weniger schmeichelhafte Vorstellung ist, während des Einkaufens, Arbeitens etc. das Auto mal schnell am Parkplatz etc. mit ruhigem Gewissen zu laden. Es wäre ein entscheidender Schritt in Richtung des Ausbaus einer flächendeckenden und umweltschonenden Mobilität.

 

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