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Tipps zum schnellen Vorankommen bei Stau

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:37
Jeder kennt das Problem: Wir haben mal wieder die langsamste Schlange gewählt.

Wir kennen das alltägliche Phänomen, wenn wir an der Supermarktkasse stehen: Wir haben mal wieder die langsamste Schlange gewählt.

Auch auf unserer Fahrt in den Urlaub ergeht es uns meist nicht anders: Wir stehen im Stau und haben das Gefühl, alle anderen Verkehrsteilnehmer kommen wesentlich schneller voran als wir selber. Doch woran liegt das und wie können wir unser Vorankommen optimieren?

Benötigt wird

Geduld

Baustellen, Unfälle, erhöhtes Verkehrsaufkommen und andere Gegebenheiten können dafür sorgen, dass es auf der Autobahn nur zähfließend vorangeht und sich sogar Staus bilden. Um dennoch so schnell wie möglich ans Ziel zu kommen, lassen sich grob zusammengefasst drei verschiedene Typen von Autofahrern beobachten:

Typen im Stau:

  1. Der Autofahrer, der permanent auf der linken Spur fährt
  2. Derjenige, der durchgehend auf der rechten Spur bleibt
  3. Der Lückenhopser, der zwischen den Spuren wechselt, sobald sich eine Lücke auftut.

Mit welcher dieser Strategien kommt man aber am Schnellsten voran?

Versuch und Ergebnis

Es gab einmal einen Versuch mit diesen drei Autofahrern, die zur gleichen Zeit in gleicher Richtung auf der gleichen Autobahn fahren sollten. Einer sollte sich rechts halten, einer nur links fahren und einer sollte sich in jede sich bietende Lücke quetschen.

Im Ergebnis blieb festzustellen, dass der Fahrer, der nur links gefahren ist, knapp vor den beiden anderen am Ziel angekommen ist und nicht etwa der Spurspringer, wie erwartet. Die Fahr- bzw. Ankunftszeiten der drei lagen so dicht beieinander, dass man daraus aber auch noch keine Empfehlung ableiten könnte, ausschließlich die linke Spur zu benutzen. Vielmehr scheint das Vorankommen aller drei Strategien doch recht ausgewogen zu sein, so dass es ziemlich egal bleibt, für welche man sich entscheidet.

Warum der Lückenspringer keine Vorteile hat

Wer sich für eine Spur entscheidet und darauf bleibt, hat bessere Karten, wenn es um das schnelle Vorankommen geht. Stau ist dynamisch und wenn man sich in der momentan langsameren Spur befindet und auf die schnellere wechseln möchte, dauert das eine Zeit, bis man hineingelassen wird bzw. rüberziehen kann. Das ist normalerweise erst dann der Fall, wenn diese Spur wieder ins Stocken gerät. Man wechselt also in eine Spur, die immer langsamer wird und wenn man das geschafft hat, sieht man die Spur, aus der man eben eingewechselt ist, fröhlich an sich vorbeiziehen, während man sich selber erneut in der langsameren der beiden befindet.

Wann Springen trotzdem sinnvoll sein kann

Wer aufmerksam die Verkehrsführung beobachtet, wird schnell dahinterkommen, wann ein Lückenspringen sinnvoll sein kann. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn wir uns in der rechten Spur befinden und wir an einer Auffahrt an der nächsten vorbeifahren, von denen viele weitere Autofahrer ebenfalls in unsere Spur einfädeln wollen. Ebenso, wenn wir uns beispielsweise auf der linken Spur befinden und in einer der Nebenspuren befindet sich eine Sperrung, dann können wir davon ausgehen, dass diejenige Spur langsamer wird, in welche dann eingefädelt wird.

Genereller Tipp

Unsinniges Hin- und Herspringen kostet nur zusätzlich Nerven, die im Stau auch ohne diese Hektik bereits blank liegen. Auf solch einen Stress kann man getrost verzichten, zumal sich bei wildem Drängeln und Springen insgesamt gesehen der Stau auch langsamer auflösen wird.

Für denjenigen, der Drängler und Springer in die Schranken weisen und ausbremsen will, soll gesagt sein: Das Reißverschlussprinzip sollte in jedem Fall beim Einfädeln Anwendung finden, denn nur so kommt die benötigte Bewegung in den Stau, die ihn letztendlich auflösen wird.

Jedoch: Egal, für welche Strategie man sich entscheidet - die Rettungsgasse zu bilden sollte man niemals vergessen.

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