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Verstoß gegen die Winterreifenpflicht in Deutschland: Drohende Geldstrafen

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:30
Die Expertenmeinungen zur richtigen Bereifung in den dunklen Kalendermonaten sind eindeutig.

Sobald sich im Herbst die ersten Bäume ihres Blattwerkes entledigen, sollten Autofahrer in Deutschland sich auch von ihren Sommerreifen trennen. Die Expertenmeinungen zur richtigen Bereifung in den dunklen Kalendermonaten sind eindeutig - im Winter sollte jedes Fahrzeug mit den passenden Pneus auf den Straßen in Deutschland unterwegs sein. Es drohen empfindliche Geldstrafen, wenn die falschen Reifen Schuld Auslöser eines Unfalls sind und die Winterreifenpflicht in Deutschland nicht eingehalten wird.

Bitte beachten

  • Winterreifenpflicht ist abhängig von den Straßenverhältnissen
  • "O und O-Regel" beachten
  • Ein Verstoß kostet mindestens 40 Euro Geldstrafe
  • Eine Verkehrsbehinderung wird mit 80 Euro Geldstrafe und einem Punkt bestraft
  • Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern beachten
  • Neue Winterreifen sollten maximal zwei Jahre alt sein

Beim Wechsel keine Zeit verlieren

  • Einen festen Termin, wann die Winterreifen aufgezogen werden sollten, gibt es nicht. In der Straßenverkehrsordnung ist lediglich festgeschrieben, dass Winterreifen bei schlechten Straßenverhältnissen genutzt werden müssen in Deutschland.
  • Als Eselsbrücke dient die "O bis O-Regel", die auch der ADAC verwendet. Demnach sollten die wintertauglichen Pneus von Oktober bis Ostern an den Fahrzeugen angebracht sein, um die Sicherheit auf der Straße zu erhöhen.

 

Drohende Strafen bei Verstoß gegen Winterreifenpflicht

  • Autofahrer, die von der Polizei trotz schlechter Wetterverhältnisse von der Polizei erwischt werden, müssen mit empfindlichen Geldstrafen rechnen. Der aktuelle Bußgeldkatalog sieht in diesem Fall eine Strafe in Höhe von 40 Euro vor. Hinzu kommen mögliche Bearbeitungsgebühren oder Säumniszuschläge.
  • Gleich doppelt so teuer wird es, wenn die Sommerreifen auch noch Auslöser einer Verkehrsbehinderung werden. Wer gegen die Winterreifenpflicht verstößt und einen Unfall oder einen Stau verursacht, darf mindestens 80 Euro Geldstrafe zahlen. Noch ärgerlicher dürfte es für die betroffenen Fahrer allerdings sein, dass ein solcher Verstoß gegen die Winterreifenpflicht auch mit einem Punkt in der Verkehrssünderdatei in Flensburg bestraft wird. 
  • Gleiches gilt übrigens auch, wenn die Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern unterschritten wird. Die Reifen haben in diesem Fall zu wenig Haftung auf der Straße, die Gefahr vom Wegrutschen steigt deutlich. Der ADAC rät zudem, dass neue Winterreifen vom Fachhändler maximal zwei Jahre alt sein sollten, zu erkennen ist das an der DOT-Nummer auf den Reifen.

 

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