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Was muss man bei einem Neuwagenkauf beachten?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:42
Entscheidungshilfe kann hier eine Reihe von Vergleichstests sein.

Momentan scheint ein Autokauf ein Kinderspiel zu sein, überschlagen sich doch die Konzerne nach dem Auslaufen der Abwrackprämie im Kampf um den Kunden. Bei Rabatten bis zu 40 Prozent hat der Käufer die Qual der Wahl. Andererseits hat die Kraftfahrzeugindustrie heute ein Preisniveau erreicht, bei dem der Kunde über viele Jahre einen großen Teil seines Einkommens aufbringen muss, um sich den lang gehegten Traum vom mobilen Untersatz zu erfüllen.
Zunächst sollte sich jeder Interessent zwei grundlegende Fragen beantworten: Wozu benötige ich ein Auto und wo liegt der finanzielle Spielraum bei der Anschaffung? An ein Familienauto werden andere Anforderungen gestellt als an einen Zweitwagen. Um eine Familie mit Kind und Kegel zu transportieren, benötigt es in der Regel eines Kombi oder gar eines Van. Da ein Kraftfahrzeug immer mit beträchtlichen Folgekosten verbunden ist, müssen auch solche Kriterien bedacht werden, wie Steuer, Versicherung, Verbrauch oder Reparaturkosten. Hier spielt vor allem die Größe 120g CO2-Ausstoss pro Kilometer eine große Rolle. Wer mehr verbraucht und damit mehr Abgas ausstößt, der wird vom Fiskus über die Kfz-Steuer kräftig zur Kasse gebeten. Natürlich spielt für viele Menschen auch das Image einer Automarke eine gewichtige Rolle. Entscheidungshilfe können hier eine Reihe von Vergleichstests durch verschiedene Fachzeitschriften liefern. Wer dann zwei bis drei Fahrzeugmarken und Typen in die engere Wahl gezogen hat, der kann nach der folgenden Checkliste verfahren:

  1. Festlegung Fahrzeugmarke, Fahrzeugtyp - Es gibt keine grundsätzlich schlechte oder gute Autos, jedes Fahrzeug ist ein Kompromiss im Auge des Betrachters. Damit Fahrzeuge eine Zulassung für den europäischen Markt bekommen, müssen sie bestimmte Sicherheitsstandards erfüllen. Persönliche Vorlieben aber auch Zufriedenheitsstatistiken des ADAC können hier den Ausschlag geben.
  2. Auswahl der Motorisierung und der Ausstattung - Die Motorisierung eines Autos entscheidet über die Folgekosten. Nicht jede Position in der Zubehörliste ist auch wirklich sinnvoll und notwendig, unterschiedliche Ausstattungspakete machen den Vergleich von Fahrzeug zu Fahrzeug schwer. Zukünftig sollte der Entwicklung alternativer Antrieben mehr Augenmerk geschenkt werden.
  3. Ermittelung des Listenpreises - Die Mehrzahl der Hersteller bietet heute im Internet Fahrzeug-Konfiguratoren an. Hier kann sich jeder Interessent sein Fahrzeug nach seinen individuellen Vorstellungen zusammenstellen. Am Ende steht dann der sogenannte Listenpreis, die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers an die Händler. Die Verkäufer sind aber heute nicht mehr an diese Vorgaben gebunden, wenn im Autohandel von Rabatten gesprochen wird, dann sind diese Listenpreise die Basis.
  4. Preisvergleich - Mit diesem Wissen kann sich der Interessent dann individuelle Angebote verschiedener Autohäuser unterbreiten lassen. Dabei dürfen aber immer nur identisch motorisierte und ausgestattete Fahrzeuge miteinander verglichen werden. Verschiedene Internetportale helfen bei dieser aufwendigen Arbeit und ermitteln die Preise Deutschland und Europa weit.
  5. Finanzierung - Die Masse der Fahrzeugkäufe wird heute finanziert. Hier kann der Käufer zwischen Kreditfinanzierung und Leasing wählen. Entscheidend ist immer, was das neue Auto am Ende des Finanzierungszeitraumes gekostet hat. Wer einen Kredit bei seiner Hausbank aufnimmt, der tritt bei seinem Händler als Barzahler auf und kann noch den einen oder anderen Prozentpunkt Extra-Rabatt herausschlagen.
  6. Wer jetzt noch etwas Verhandlungsgeschick und Biss in die Waagschale wirft, hat zumindest die Gewissheit, ein Auto zum fairen Preis zu kaufen.

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