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Was muss man beim Kauf eines Motorradhelms beachten?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:42
Die Auswahl ist schier endlos, doch welcher Helm ist nun letztlich am besten?

So vielfältig die Auswahl an Motorrädern ist, so schwierig ist es mitunter auch, einen geeigneten Motorradhelm zu finden. Es gibt sie in den verschiedensten Formen, Farben und Größen. Die Auswahl ist schier endlos, doch welcher Helm ist nun letztlich am besten? Die Frage kann nicht so ohne weiteres geklärt werden. Zunächst ist es ersteinmal sehr wichtig, welches Motorrad man fährt. Es gibt für jede Motorradklasse ein ganz eigenes Helmsortiment, welches ganz auf die Bedürfnisse dieser jeweiligen Klasse abgestimmt ist.

  • Unbedingt ist aber darauf zu achten, dass nur Motorradhelme mit EC-Prüfzeichen in die engere Wahl gelangen. Hat man beispielsweise mit einem ungeprüften Helm einen Unfall und zieht sich schwere Verletzungen zu, kann die Unfallversicherung eine Teilschuld anrechnen, da der Helm kein gültiges Prüfzeichen hatte.

  1. Es gibt offene Helme ohne Visier, wie sie häufig von Chopperfahrern benutzt werden. Für Motorräder mit gemäßigtem Fahrverhalten und niedrigen Geschwindigkeiten (Cruiser) sind solche Helme geeignet. Sie bieten eine sehr gute Rundumsicht, haben aber den Nachteil des ungeschützten Gesichtes. Zum Beispiel kann es auch sehr unangenehm sein, mit einem größeren Insekt bei Tempo 100 zu kollidieren, was nicht so selten vorkommt.
  2. Weiterhin gibt es teiloffene Helme, wie sie fast ausnahmslos im Motorradsport Verwendung finden. Bei Geländefahrten wird einerseits viel Gewicht auf freie Sicht gelegt, anderseits muss aber auch ein Schutz vor Ästen, Zweigen und aufgewirbeltem Schmutz oder Steinen gegeben sein. Zu diesen beiden Helmtypen ist stets einen Schutzbrille bzw. Sonnenbrille zu tragen!
  3. Die dritte Kategorie bilden die sog. Integralhelme, also vollständig geschlossene Motorradhelme mit einem Visier. Sie werden bei Hochgeschwindigkeitsfahrten benötigt, da der Winddruck bei 250 km/h sonst unerträglich wäre. Alle Sportmotorräder, welche auf Leistung und Geschwindigkeit getrimmt sind, erfordern solch einen Helmtyp. Der Vorteil von Integralhelmen ist das komplett geschützte Gesicht sowie eine sehr gute Fahrgeräuschdämmung. Auch gibt es die Helme mit getönten Visieren, was bei Sonnenschein sehr gut ist. Nachteile wiederum sind das sehr eingeengte Gesichtsfeld und eine mitunter gewöhnungsbedürftige Wärmestauung.
  4. Nachdem geklärt wurde, für welche Kategorie Motorrad man einen Helm benötigt, kann die Qual der Wahl des Aussuchens beginnen. Unbedingt notwendig ist es, die Kopfgröße zu kennen, so dass man gezielter auf Suche gehen kann. Aufgrund unterschiedlicher Kopfformen, kann es durchaus Probleme mit genormten Helmgrößen geben. Auch kann es je nach Hersteller zu Unterschieden in der Helmweite selbst kommen. Absolut notwendig ist ein Aufsetzen des Helmes zur Probe. Ein erfahrener Händler kann dann sehr gut einschätzen, ob der Helm korrekt sitzt. Wichtig ist, dass der Kinnriemen gut schließt und der Helm nicht zu eng ist. Er darf keinesfalls irgendwo drücken oder gar reiben.

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