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Was steckt hinter dem Konzept der Abwrackprämie?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:08
Sie ist noch in guter Erinnerung ...

Sie ist noch in guter Erinnerung und noch vor wenigen Wochen erfuhr sie eine Reanimierung. Und obwohl sie zeitlich begrenzt war, galt sie als Erfolg. Die Rede ist von der Abwrackprämie, dem deutschen Kassenschlager der Finanzkrise. Die Abwrackprämie wurde ersonnen, um durch die heftigen Auswirkungen der internationalen Finanzkrise im Jahr 2009 die darbende nationale Automobilindustrie wieder auf die Beine zu stellen. Dabei sollte jeder, er sein mindestens 9 Jahre altes Auto nachweislich verschrottet und gleichzeitig einen Neuwagen gekauft hat, einen fixen Betrag von 2.500 Euro erhalten. Und wie wir alle wissen, ist das Konzept aufgegangen, allerding mit ein paar Haken und Ösen.

Weitere Hinweise

  • Eine Abwrackprämie kann unter Umständen Betrug und Missbrauch anziehen.
  • Aber glücklicherweise hatte der Gesetzgeber schon daran gedacht, dass das Fahrzeug ein Jahr auf den letzten Besitzer zugelassen sein musste.
  • Wichtig war natürlich auch, dass niemand doppelt abkassiert, also den alten Wagen scheinbar nur verschrottet und im Anschluss nach Afrika verkauft.
  • Dummerweise ist das aber geschehen, denn zu Beginn der Aktion wurde nicht zu 100 % kontrolliert, ob die Fahrzeuge auch wirklich in die Schrottpresse gewandert sind.
  • Und letztendlich, wäre es wünschenswert gewesen, wenn dieser Investitionsanschub in erster Linie den deutschen Automobilherstellern zu Gute gekommen wäre.
  • Genau letzteres war dann aber nicht der Fall. Während in erster Linie alte und vor allem auch umweltschädliche Autos aus dem Verkehr gezogen wurden, kam es beim Neuwagenkauf eben zu den Effekten, dass in erster Linie Kleinwagen erworben wurden.
  • Die deutschen Hersteller sind aber in erster Linie im Bereich der automobilen Oberklasse zu finden.
  • Somit war das Investitionsprogramm für die deutsche Industrie nicht so durchschlagend.
  • Aber der Gesetzgeber war ja pfiffig. Denn jedes Fahrzeug, dass gekauft wurde kostete ja auch Mehrwertsteuer.
  • Und wer 10.000 Euro für einen neuen Kleinwagen ausgegeben hat, der hat schon mal um die 1.800 Euro Steuern gezahlt.
  • Und 10.000 Euro sind auch bei einem Kleinwagen schnell erreicht. Für Vater Staat also ein gutes Geschäft.
  • Für die Umwelt im Übrigen aber auch. Denn die alten Schätzchen waren nicht wirklich umweltfreundlich und somit hat die Abwrackprämie am Ende in jedem Fall, den Ausstoß von Schadstoffen versucht zu reduzieren.

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