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Was tun bei Aquaplaning?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:49
Aquaplaning - es kommt oft wie aus heiterem Himmel und ist gefährlich für den Autofahrer.

Aquaplaning - es kommt oft wie aus heiterem Himmel und ist äußerst gefährlich für den Autofahrer, egal ob im Fahren geübt oder nicht. Durch Sturm, Regen und wechselhaftes Wetter ist die Gefahr des Aquaplaning vor allem im Frühjahr und im Herbst zum Greifen nahe. Jahr für Jahr kostet Aquaplaning auf den Straßen vielen Menschen die Gesundheit oder gar das Leben.

  • Mit dem Begriff Aquaplaning wird eine Glätte auf der Straße bezeichnet, die durch Wasser entsteht, insbesondere durch starke Regenfälle. 
  • Aquaplaning entsteht dort, wo der Kontakt zwischen Reifen und Straße durch einen Wasserfilm unterbrochen wird. Das ist vor allem bei hohen Geschwindigkeiten der Fall. 
  • Durch den Wasserfilm ist die Haftreibung zwischen dem Rad und der Straße nicht mehr gegeben, so dass der Fahrer sein Fahrzeug nicht mehr richtig lenken kann. 
  • Auch Bremsen und Beschleunigen wird der Fahrer in solch einer Situation nicht mehr kontrolliert können. 
  • Aufpassen sollte man als Autofahrer also auf folgende Anzeichen des Aquaplaning: die Lenkung wird leichtläufiger, der Motor dreht durch und man kann unter dem Auto Geräusche des Wassers wahrnehmen.
  • Aufpassen sollten Sie auch, dass Ihre Reifen die gesetzlich vorgeschriebene Profiltiefe von 1,6 Millimetern nicht unterschreiten, da sich sonst die Aquaplaninggefahr erheblich erhöht und Sie außerdem keinen ausreichenden Versicherungsschutz mehr haben.

Doch was tun beim Auftreten von Aquaplaning?

  1. Oberste Priorität hat die Verringerung der Fahrgeschwindigkeit, denn auch bei guten Reifen kann Aquaplaning bereits bei einer Geschwindigkeit ab 80 km/h auftreten. 
  2. Doch wenn es einmal passiert ist und Sie mitten drin stecken im Aquaplaning, dann sollten Sie Folgendes beachten: Nehmen Sie beide Hände unbedingt zum Lenkrad, reduzieren Sie Ihr Tempo und beobachten Sie weiterhin gut die Fahrbahn! 
  3. Außerdem sollten Sie auf keinen Fall bremsen, da das Auto sonst ins Schleudern kommen kann. 
  4. Vermeiden Sie ebenfalls abrupte Manöver beim Fahren, z.B. wilde Lenkmanöver. Hilfreich ist es auch, wenn Sie den Gang rausnehmen und das Auto bis zum Anhalten ausrollen lassen. 
  5. Wenn Sie bei Aquaplaning aus einem inneren Reflex heraus doch bremsen sollten, dann würden die Räder des Wagens sofort stillstehen. 
  6. Ihr Auto würde ins Rutschen kommen oder auch zur Seite wegschleudern. 
  7. Verhalten Sie sich jedoch richtig und bremsen nicht, dann kann der Wasserfilm zwischen Rad und Straße langsam abgebaut werden allein durch die Drehbewegung der Räder. Das wiederum hat zur Folge, dass die Reifen schneller wieder die gewünschte Bodenhaftung bekommen.

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