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Welche Förderungen für Elektroautos gibt es in Österreich?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:35
Einer der zentralen Vorteile: Elektroautos werden gefördert.

Wer in Österreich über die Anschaffung eines Elektroautos nachdenkt, kann sich über einige Benefits der Elektromobilität freuen. Einer der zentralen Vorteile: Elektroautos werden gefördert.

 

Dabei existieren unterschiedliche Fördermodelle. Es gibt ein österreichweites Förderprogramm welches aber nicht für Privatpersonen gedacht ist. Weiters sind in den Bundesländern unterschiedliche Fördermodelle vorhanden. Diese variieren jeweils von Land zu Land.


Hinzu kommen noch regionale Förderungen, die zum Teil nur in bestimmten Gemeinden bzw. Regionen zum Tragen kommen.

Nachfolgend ein Überblick an Förderprogrammen in Österreich. Dabei werden auch Fördermaßnahmen der Länder im Detail beleuchtet:

Österreich: Förderung von Elektromobilität für Betriebe und Kommunen

 

Im Auftrag des Lebensministeriums sowie des Klima- und Energiefonds gibt es eine österreichweite Förderungsoffensive für Autos mit alternativem Antrieb sowie Elektromobilität.

 

Was wird gefördert? Die Anschaffung oder Umrüstung von Fahrzeugen mit Alternativantrieb. Das können bis zu 10 Autos (bis 3,5 Tonnen) oder auch bis zu 50 Elektrofahrräder sein.

 

Für wen ist die Förderung? Alle Unternehmen und unternehmerisch tätige Organisationen. Öffentliche Gebietskörperschaften. Alle Vereine. Konfessionelle Einrichtungen. Nicht für Privatpersonen.

 

Wie hoch ist die Förderung? Bis zu 4.000 Euro pro Fahrzeug.

 

Wann muss man die Förderung beantragen? Die Einreichung des Antrags muss spätestens sechs Monate nach Rechnungslegung erfolgen. Wir empfehlen aber einen Antrag sofort nach Anschaffung.

 

Wann erfolgt die Auszahlung? Ist die Anschaffung umgesetzt und der Förderungsantrag genehmigt wird die Fördersumme bereits ausgezahlt.

 

Gibt es sonstige Förderbedingunen? Auf allen Fahrzeugen, für die eine Förderung in Anspruch genommen wird, soll ein Aufkleber des Förderprogramms angebracht werden.



Burgenland: Taschengeld für Elektroautos

 

Bei der Burgendländischen Energie-Agentur kann man persönlich ein Förderansuchen abgeben und telefonisch dazu Beratung erhalten.

Im Burgenland bekommt man vom Land beim Kauf eines Elektroautos 30 Prozent des Kaufpreises als Förderung ausbezahlt. Der Maximalbetrag der Förderung beträgt hier 750 Euro pro Fahrzeug. Die Förderung gilt auch bei Umbau zu einem Elektrofahrzeug.

 

Das Burgenland bietet für gasbetriebene Fahrzeuge das selbe Fördermodell. 30 Prozent Förderung gibt es übrigens auch für Elektro-Mopeds, Elektro-Motorräder sowie für Elektro-Scooter (für gehbehinderte Menschen und Pensionisten)

 

 

Kärnten: Förderungen im 'Lebensland'

 

Ein besonders innovatives Konzept wird im Lebensland Kärnten verfolgt. Das Fördermodell sieht vor, dass Privatpersonen, Unternehmen sowie Vereine ein gefördertes Elektroauto anschaffen können, so sie die erforderliche Energie gleich selbst mittels Photovoltaik-Analge produzieren.

 

Das Elektroauto wird mit 12 Prozent des Verkaufspreises gefördert. Inkludiert ist dabei die Akku-Miete für 60 Monate, falls die Batterie nicht ohnehin im Kaufpreis mitdabei ist. Die Maximalfärderung beträgt 3.500 Euro. Nur neue Elektroautos können gefördert werden. Range Extender sowie Hybridfahrzeuge sind in Kärnten nicht förderfähig. Zu beachten ist, dass die Zulassungsgeschwindigkeit eines geförderten Elektroautos in Kärnten mindestens 80 Stundenkilometer betragen muss. Tipp: Mit einem Elektroauto parkt man in Kärntner Kurzparkzonen gratis.

 

Die dazu notwendige Beteiligung bzw. Errichtung einer Photovoltaik-Analge wird mit 3.125 Euro gefördert.

 

Am Beispiel eines Elektroautos des Modells Renault Zoe geben die Initiatoren des Kärntner Projekts gemessen an Fördersummen und Ermäßigungen einen Gesamtwert der Förderung von über 9.000 Euro an.



Niederösterreich: Förderschwerpunkt für Privatpersonen

 

Das Land Niederösterreich will die Marktentwicklung von Elektroautos forcieren und Land NÖ fördert Elektroautos für Elektroautos von Privatpersonen.

 

Die angesprochene Förderung können Privatpersonen mit Hauptwohnsitz in Niederösterreich in Anspruch nehmen. Das Elektroauto muss auch in Niederösterreich behördlich zugelassen sein. Es wird ein Fahrzeug pro Fördernehmer/in genehmigt.

 

Reine Elektrofahrzeuge werden mit bis zu 3.000 Euro (bei Ökostrom-Nutzung) gefördert. Zusatzleistungen werden dabei mit 50% der Zusatzkosten (max. 2.000 Euro) rückerstattet. Für Hybridfahrzeuge und sogenannte Range Extender gibt es übrigens bis zu 1.500 Euro Förderung.



Salzburg: Pauschalförderung für Elektroautos

 

Das Land Salzburg fördert Elektromobilität mit einem Pauschalbetrag. Gefördert werden Fahrzeuge der Klasse M1 und N1.

 

In Salzburg kommt die Förderung Privatpersonen genau so zu Gute, wie KMUs, Gebietskörperschaften, Vereinen, konfessionellen Einrichtungen sowie der öffentlichen Hand.

 

Die Höhe der Salzburger Landesförderung beträgt 3.000 Euro pro Elektrofahrzeug bei Verwendung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen. 4.000 Euro pro Fahrzeug bekommt man bei Schaffung zusätzlicher Ökostrom-Kapazitäten.



Steiermark: Mehr Mobilität für beeinträchtigte Menschen

 

Alle natürlichen Personen, die ein Elektroauto privat anschaffen und nutzen wollen, werden vom Land Steiermark mit 250 Euro unterstützt. Speziell gedacht ist dies als Hilfestellung für ältere Personen sowie Menschen mit Behinderung. Diesen Personengruppen soll zu einer besseren Mobilität verholfen werden.

 

Die Förderung gilt bei Neuanschaffung eines Elektroautos und benötigt dabei keine behördliche Zulassung des Autos.



Regionale Besonderheiten

 

Erkundigen sollte man sich auf jeden Fall auch über Angebote, die es in der eigenen Gemeinde bzw. in der jeweiligen Region gibt.

 

So übernimmt Purgstall a. d. Erlauf  - um nur einige Beispiele zu nennen - 150 Euro des Kaufpreises. Gänserndorf und Perchtolsdorf beiteiligen sich mit 20 Prozent der Gesamtkosten. Klagenfurt zahlt 120 Euro zusätzlich. Bis zu 2.500 Euro legt die Gemeinde Arnoldstein auf den Tisch.

 

Frag' also unbedingt bei deiner Gemeinde nach zusätzlichen Förderprogrammen. Es kommen immer wieder neue Angebote dazu!

 

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