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Welchen Reifendruck benötigt man bei welchem Fahrzeug?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:45
Der richtige Reifendruck ist lebenswichtig – für Auto und Fahrer.

Im Straßenverkehr tritt die Frage, welchen Reifendruck man bei welchem Fahrzeug benötigt, immer wieder auf. In diesem Artikel gibt's alles Wissenswerte zu diesem Thema und natürlich hilfreiche Tipps zum Thema Reifendruck.

Der Reifenfülldruck beeinflusst u.a. folgende Eigenschaften:

  • die Sicherheit
  • die Kilometerlaufleistung der Reifen
  • die Erwärmung der Reifen
  • die Fahreigenschaften
  • die Einfederung
  • die Bodenhaftung
  • den Bremsweg
  • den Rollwiderstand
  • die Runderneuerungsfähigkeit

Die Folgen von zu geringem Reifendruck:

'Open Sans', sans-serif; font-style: normal; font-variant: normal; line-height: 22.5px; font-size: 15px;">
  • Die Folgen von zu wenig Luftdruck sind: steigender Rollwiderstand, was wiederum zu einem erhöhten Spritverbrauch führt. Schon 0,4 bar weniger Luftdrucks (als vorgegeben) vermindert die Lebensdauer des Reifen um mehr als 30 %. 
  • Des Weiteren führt dies zu einer Erhöhung des Spritverbrauchs um bis zu 5 %. Der zu geringe Reifendruck führt zudem zu einer übermäßigen Erwärmung (Heißlaufen) des Reifens, so dass es zu einer Ablösung der Lauffläche kommen kann. 
  • Bei zu hohem Luftdruck berührt nur der mittlere Teil der Lauffläche den Boden. Dies führt zu einer größeren Abnutzung, einem verlängerten Bremsweg, einer Verminderung der Kurvenstabilität sowie einer Verringerung der Lebensdauer.
  • Vor Fahrtantritt sollten Sie ausserdem den Autoreifen auf dessen Zustand überprüfen.
  • Tipps zum Reifendruck:

    Der richtige Reifendruck für verschiedene Fahrzeuge:

    15px;">Hier einige Durchschnitts- (Richt-)werte für den Reifendruck: 

    (VA = Vorderachse, HA = Hinterachse), Angaben in bar. 

    Sommerzeit:
    Fahrzeug ohne Beladung (in bar) mit voller Beladung (in bar)
     

    Auto (Beispielbereifung)

    • 155/55/R14 VA 2,1; HA 2,3 VA 2,4; HA 2,8
    • 185/55/R15 VA 2,3; HA 2,5 VA 2,7; HA 3,0 
    • 205/60/R16 VA 2,4; HA 2,6 VA 2,7; HA 3,0 

     

    Wohnwagen/Wohnmobil

    • Last bei 1100 kg 2,5
    • Last bei 1200 kg 2,7
    • Last bei 1300 kg 3,0
    • Last bei 1450 kg 3,5
    • Last bei 1600 kg 4,0
    • Last bei 1750 kg 5,0

     

    Motorrad (bei Fahrten mit Sozius (Beifahrer) den Druck im Hinterreifen um 0,2 bar erhöhen).

    • Autobahn V 2,5; H 2,9
    • Landstraße V 2,3; H 2,5
    • Rennstrecke V 2,2; H 2,2

     

    Fahrrad

    • V 2,5; H 3 

     

    Mountainbike

    • V 2,2; H 2,4 - bis zu 3 bar

     

    Rennrad

    • V 6,5; H 6,5 - bis zu 10 bar

     

    Anhänger (Beispielbereifung)

    • 145 R10 2,7 bei Tragkraft/Rad von bis zu 350 kg
    • 175/70/R14 2,7 bei Tragkraft/Rad von bis zu 550 kg
    • 185/60/R14 2,7 bei Tragkraft/Rad von bis zu 600 kg
    • 195/60/R14 2,7 bei Tragkraft/Rad von bis zu 700 kg
    • 225/55/B12 5,3 bei Tragkraft/Rad von bis zu 900 kg

     

    Traktor

    • Auf dem Acker V/H 0,6 bis 0,8
    • Auf der Straße V/H 1,2 bis 1,5

     

    Winterzeit:

    1. Der Reifendruck ist im Winter derselbe wie im Sommer, jedoch sollte darauf geachtet werden, dass durch die kalten Temperaturen der Druck in den Reifen sinkt. 
    2. Deshalb sollte regelmäßig bei kalten Temperaturen der Luftdruck in den Reifen überprüft werden, vor allem, wenn das Auto eine längere Zeit gestanden hat. 
    3. Wichtig: Egal ob Sommer oder Winter, bei allen Reifen sind die Angaben des Herstellers zu beachten. 
    4. Dieser gibt für jede Reifensorte als auch Reifengröße den richtigen Reifenfülldruck an. Weitere Informationen über den Reifendruck findet man auch am Auto selbst, z.B. am Türrahmen oder an der Innenseite des Tankdeckels.

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