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Wie erkennt man Unfallschäden an einem Gebrauchtwagen?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:45
Beim Kauf eines Gebrauchten muss man an viele Dinge denken und auch Vieles sehen können.

Jeder legt einen großen Wert darauf, seinen Wagen möglichst unfallfrei und schonend zu fahren. Wenn man sich einen Gebrauchten anschaffen will, will man auch ein Auto kaufen, das so gut wie nagelneu in Hinsicht auf seine Optik und Technik ist. Beim Kauf eines Gebrauchten muss man an viele Dinge denken und auch Vieles sehen können, weil Unfallautos immer häufiger durch Fachleute repariert werden. Aber Einiges kann man doch mit dem Auge beurteilen und sich dadurch den Kauf eines Schrotthaufens ersparen.

  • Lackschichtedickenmesser
  • oder Magnet

  1. Erstens muss man das Auto sorgfältig von Außen beurteilen. Manches kann man sofort feststellen: Wenn sich aneinander gelegte Blechteile in ihrer Farbe oder Tönung (dunkler, heller) unterscheiden, ist mit einer Nachlackierung zu rechnen. 
  2. In dem Fall wurde ein Teil entweder ausgetauscht, weil er stark beschädigt war, oder er wurde wegen eines Kratzers oder einer Beule nachlackiert. 
  3. Man kann auch unter die Motorhaube blicken und da die Schrauben an beiden Kotflügeln und der Motorhaube kontrollieren. Wenn der Lack an Schrauben abgekratzt ist, wurden sie schon mal abgeschraubt und die Teile eingestellt. Weiteres sollte man vom Händler erfahren.
  4. Man soll auch die Lackoberfläche mit der Hand streicheln, um dadurch Unebenheiten zu entdecken. Wenn es kleine Blasen sind, wurde der Teil laienhaft nachlackiert (Luft- oder Wasserblasen sind geblieben und dann geplatzt). 
  5. Wenn der Lack an manchen Stellen rissig ist oder er geht ab, wurde der Teil bestimmt gespachtelt. Dies kann man auch mithilfe eines Lackschichtendickemesser oder Magnets feststellen (der Magnet haftet nicht an Spachtel).
  6. Man muss auch alle Elemente überprüfen, die normalerweise nicht lackiert werden sollen: die Gummidichtungen an Fensterrahmen, die Reifen oder die Stoßdämpfer, die zufälligerweise beim Nachlackieren eines Teils mit Lack besprüht wurden.
  7. Bei vielen Autoherstellern lässt sich das Produktionsdatum von den Scheiben ablesen. In den Ecken sind entsprechende Zahlen aufgedruckt. Sie sollten auf allen Scheiben gleich sein. Wenn sich eine oder mehrere unterscheiden, mussten sie wohl gewechselt werden.
  8. Mit dem Auge kann man auch die Spaltgrößen zwischen den Türen oder der Motorhaube und dem Kotflügel vermessen. Wenn sie nicht gerade oder ungleich sind, wurden die Elemente verstellt. Die Türen, der Kofferraum oder die Motorhauben schließen in dem Fall schief oder nur mit viel Kraft.

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