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Wie fährt man richtig an einer Steigung an?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:45
Anfahren an einer Steigung muss geübt werden. Hierbei sind unterschiedliche Szenarien vorstellbar.Wi

  • In allen Situationen muss man vor dem Anfahren zurückschauen, um festzustellen, ob man überholt wird, oder ob ein anderes Fahrzeug versucht vorbei zu fahren. 
  • Dabei reicht ein Blick in den Innenspiegel und den rechten Außenspiegel nicht aus, sondern der Blick über die rechte Schulter nach hinten ist unbedingt notwendig, um auszuschließen, dass sich beim Anfahrvorgang ein anderes Fahrzeug im "toten Winkel" befindet und es deshalb zu einem Zusammenstoß kommen könnte.

Anfahren bei einer geringen Steigung (mit Schaltgetriebe)

  1. Wenn man diese Kontrolle durchgeführt hat, startet man den Motor mit noch angezogener Handbremse, was das Zurückrollen des Fahrzeugs verhindert. 
  2. Dann tritt man die Kupplung, legt den Leerlauf ein, startet den Motor. 
  3. Sobald der Motor in der Leerlaufdrehzahl läuft, lässt der rechte Fuß das Gaspedal los und betätigt die Fußbremse, mit der das Fahrzeug vor dem Zurückrollen geschützt wird. 
  4. Nun kann man die Handbremse lösen. Mit durchgetretener Kupplung legt man den ersten Gang ein und lässt mit dem linken Fuß die Kupplung langsam kommen, bis der sogenannte Schleifpunkt erreicht ist. 
  5. An diesem Punkt besteht noch keine feste Verbindung zwischen Motor und Getriebe, jedoch reicht die Verbindung aus, das Fahrzeug an der Stelle, an der es sich befindet festzuhalten. 
  6. Zu diesem Zeitpunkt muss man flott aber nicht hastig mit dem rechten Fuß vom Bremspedal auf das Gaspedal wechseln und mit dem Druck auf das Gaspedal die Motordrehzahl erhöhen. 
  7. Gleichzeitig muss der linke Fuß das Kupplungspedal weiter loslassen, so dass allmählich die Verbindung zwischen Motor und Getriebe immer fester wird, bis der Einkupplungsvorgang vollständig abgeschlossen ist. 
  8. Dieses Anfahren erfordert Übung, lässt man das Kupplungspedal zu schnell los, würgt man den Motor ab, oder das Auto bewegt sich in Sprüngen vorwärts.
  9. Gibt man zu viel Gas, drehen die Räder durch. Bei winterlichen Straßenverhältnissen ist ggf. das Anfahren im zweiten Gang zu überlegen, weil das Drehmoment im zweiten Gang etwas geringer ist und so ein Durchdrehen der Räder auf glattem Untergrund verhindert werden kann.


Anfahren bei stärkerer Steigung (mit Schaltgetriebe)

  1. Hierbei Löst man die Handbremse zunächst nicht, sondern legt den ersten Gang ein, hält die Kupplung durchgetreten und entrastet die Handbremse, sie wird aber noch in der Bremsstellung gehalten. 
  2. Erst wenn der Schleifpunkt erreicht ist und der rechte Fuß auf das Gaspedal wechselt, wird die Handbremse langsam gelöst.
  3. Der Einkupplungsvorgang, der Wechsel von der Fußbremse auf das Gaspedal mit allmählicher Erhöhung der Motordrehzahl läuft zeitgleich mit dem Lösen der Handbremse ab. 
  4. Auch hierfür ist Übung erforderlich, weil zu langsames Vorgehen, den Motor abwürgen kann, zu schnelles hingegen zur hüpfenden Fortbewegung oder zum Durchdrehen der Reifen führen kann.

 

  1. Bei Automatikfahrzeugen ist der Vorgang immer gleich. Wählhebel auf Leerlauf, dann wird der Motor gestartet.
  2. Dann tritt man mit dem rechten Fuß auf die Fußbremse und legt den Wählhebel auf "D" (Drive). 
  3. Lässt man nun die Fußbremse los kuppelt das Fahrzeug automatisch ein, während man angemessen die Gaszufuhr erhöhen kann.
  4. Wichtig ist auf jeden Fall, das Rückrollen des Fahrzeugs zu verhindern.

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