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Wie funktioniert ein Automotor?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:49
Motoren wandeln durch Verbrennung chemische Energie in mechanische Energie um.

Als Antriebsmaschine wird bei Personenkraftwagen vorwiegend der Ottomotor, bei Lastkraftwagen dagegen meist der wirtschaftlichere Dieselmotor verwendet. Diese Verbrennungskraftmaschinen machen in einem Kraftstoff (Benzin, Diesel) enthaltene chemische Energie durch Verbrennung frei und setzen sie zum einem Teil in mechanische Arbeit um.

  1. Der bei der Verbrennung im Zylinder entstehende Druck der Verbrennungsgase bewegt den Kolben. 
  2. Diese Kolbenbewegung überträgt sich über die Pleuelstange auf die Kurbelwelle und versetzt diese in Drehung. 
  3. Das an der Kurbelwelle befestigte und sich mit drehenden Schwungrad speichert einen Teil der freiwerdenden Arbeit. Es dreht daher die Kurbelwelle so lange weiter, bis die verbrannten Gase aus dem Zylinder ausgeschoben und neue Luft und neuer Brennstoff in den Zylinder gebracht sind, so dass ein neues Arbeitsspiel stattfinden kann. 
  4. Ein Arbeitsspiel besteht bei den Viertaktmotoren aus vier Takten. Ein Takt ist dabei der einmalige Bewegungsgang des Kolbens zwischen den beiden Umkehrpunkten im Zylinder. 
  5. Man nennt die Stellung, in der sich der Kolben bei seiner Bewegung am weitesten von der Kurbelwelle entfernt hat, den oberen Totpunkt. 
  6. Der untere Totpunkt ist die Stellung, in der sich der Kolben der Kurbelwelle am meisten genähert hat. 
  7. Den zwischen den beiden Totpunkten liegenden Rauminhalt, der vom Kolben bei jedem Hub überfahren wird, bezeichnet man als Hubraum bzw. Hubvolumen des Zylinders. 
  8. In Kraftwagen sind fast immer Mehrzylindermotoren eingebaut. Nach der Anordnung der einzelnen Zylinder unterscheidet man dabei: Reihenmotoren, V-Motoren, Boxermotoren. Die Hubräume aller Zylinder zusammen ergeben den Gesamthubraum eines Motors. 
  9. Der Kraftstoff wird dem Motor meist durch eine besondere Kraftstoffpumpe zugeführt. 
  10. Der Vergaser soll bei jedem Belastungszustand des Motors das richtige Mischungsverhältnis zwischen Luft und Kraftstoff herstellen. Dies geschieht dadurch, dass die durch den Vergaser gesaugte Luft dort befindlichen Kraftstoff mitreißt. 
  11. Gasgeben erfolgt durch Verdrehen einer so genannten Drosselklappe. Ist diese ganz geschlossen, wird die Leerlaufeinrichtung wirksam. 
  12. Beim Öffnen gibt eine kleine Pumpe zusätzlich Kraftstoff in das Vergaserrohr. 
  13. Bei kaltem Wetter wird entweder von Hand oder automatisch die Starteinrichtung des Vergasers betätigt, um das Kraftstoff-Luft-Gemisch mit Kraftstoff anzureichern, denn bei kaltem Motor schlägt sich ein Teil des Kraftstoffes an den Wandungen nieder, so daß ein normales Gemisch noch nicht brennfähig wäre.

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