Foto: Shutterstock.com

Wie gibt man richtig Starthilfe?

Drucken
Letztes Update am 22.10.2014, 13:42
Der Schrecken ereilt den Autofahrer nicht nur am kalten Wintermorgen. Der Motor springt nicht an.

Der Schrecken ereilt den Autofahrer nicht nur am kalten Wintermorgen. Beim Drehen des Zündschlüssels folgt nicht etwa wie gewohnt das Anspringen des Motors, sondern lediglich ein leises Surren oder Klacken. Neben den nächtlichen Minustemperaturen könnte auch ein vergessenes Licht oder ein anderer Stromsauger am Auto die Ursache sein. In den meisten Fällen liefert die Batterie nicht mehr die benötigte Energie um den Motor zum Laufen zu bringen. Mit einer Starthilfe ist die Wahrscheinlichkeit groß doch noch mit dem Auto los fahren zu können.

  • Wer bei der Starthilfe einen Fehler macht, der kann sein Auto meist gleich vom Pannendienst abholen lassen. Falsch angeschlossen riskiert man bei der Starthilfe teure Elektronikschäden oder sogar eine Explosion. 
  • Bei einer Funkenbildung können diese auf die Batterie gelangen und durch die von der Batterie gebildeten Gase im Motorraum große Schäden anrichten. Es droht die Anschaffung eines neuen Motors. Zudem Riskiert man auch die Gesundheit durch spritzende Batteriesäure.

  • Starthilfekabel - Hierbei sollte auf die Norm geachtet werden sowie auch auf die Qualität des Kabels insgesamt und der Isolierung der Polzangen. 
  • entsprechendes Kapitel in der Bedienungsanleitung - Dieses vermittelt Wissen über die richtige Starthilfe des Fahrzeuges und könnte beim Ablauf eine Hilfestellung sein.

  1. Zunächst wird eine Verbindung mit Hilfe des Starthilfekabels hergestellt. Die erste Verbindung muss immer mit den Pluspolen, dem roten Kabel, hergestellt werden. Erkennbar sind die Pole an der Kennzeichnung auf dem Kabel. 
  2. Sind die Pluspole fest an die Batterien angebracht, wird das schwarze Kabel, der Minuspol, vorerst mit dem Spenderfahrzeug verbunden. Anschließend kommt das andere Ende des schwarzen Kabels an das Pannenfahrzeug. 
  3. Anlassen des Spenderfahrzeuges. Läuft dieses Fahrzeug einwandfrei kann auch beim Pannenfahrzeug ein Startversuch unternommen werden. 
  4. Sollte sich das Fahrzeug nicht starten lassen, muss nochmals der feste Sitz der Polzangen geprüft werden. Sollte sich auch nach dieser Prüfung nichts am Motor rühren, ist der Gang zum Telefon um den Pannendienst zu rufen nicht mehr zu vermeiden. 
  5. Startet das Auto, muss man darauf achten vor dem Lösen des Startkabels einen starken Verbraucher im Pannenfahrzeug einzuschalten, wie etwa das Gebläse. So können sich keine Spannungsspitzen bilden, welche ein Risiko für die Elektronik darstellen. 
  6. Anschließend muss zuerst das schwarze Minuskabel, dann das rote Pluskabel von beiden Fahrzeugen entfernt werden. 
  7. Um nicht nach dem Abstellen des gestarteten Fahrzeugs wieder vor dem gleichen Problem zu stehen, sollte eine längere Überlandfahrt unternommen werden. Es ist darauf zu achten, dass Verbraucher wie Radio, Heizung und ähnliches ausgeschaltet werden, da sich die Batterie sonst nicht optimal aufladen kann. Ist eine solche Fahrt nicht möglich, muss die Batterie an ein Ladegerät angeschlossen werden.

Kommentare