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Wie überprüft man Motorradreifen auf ihren Zustand?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:46
Motorradfahrer leben gefährlicher als viele andere Verkehrsteilnehmer...
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Motorradfahrer leben gefährlicher als viele andere Verkehrsteilnehmer. Nicht wegen besonderer Leichtsinnigkeit oder häufigen Verkehrsverstößen, sondern schlicht aufgrund ihrer Benachteiligung bei jeder Form von Kollisionen. Die "menschliche Knautschzone" mag ein abgenutztes Klischee sein, bewahrheitet sich bedauerlicherweise aber all zu häufig. Egal in welchen Situationen, gegenüber PKW, LKW, festen Objekten, teilweise selbst gegenüber Fußgängern, hat der Motorradfahrer - oft auch unverschuldet - das Nachsehen. Umso wichtiger ist deshalb eine gute Einschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit, Achtsamkeit, geübter Umgang mit der eigenen Maschine und insbesondere ein einwandfreier, technischer Zustand. Selbstverständlich sollte insgesamt kein Mangel vorliegen, besonders kritisch ist aber die Bereifung. Maßgeblich für die Kontrolle über die Fahrt ist der Kontakt zum Boden. Mangelhafte oder unzureichend geprüfte Reifen können fatale - gesundheitliche - Folgen haben. Hinzu kommen Bußgelder und Punkte.

  • Besonders wichtig: Sollten Angaben, die Sie in dieser Anleitung finden, den Vorgaben Ihres Reifenherstellers widersprechen, so holen sie fachlichen Rat ein. 
  • Achten Sie insbesondere darauf, dass die hervorstehenden "Gumminippel" an den Reifen zwar anzeigen sollen, wann dieser abgenutzt ist, jedoch sind sie deutlich kürzer als das gesetzlich vorgeschriebene Mindestmaß von 1,0 mm. Sind diese sogenannten "TWI" also vollständig abgefahren, befinden Sie sich bereits im Bußgeldbereich.

  • Dabei muss zur Kontrolle der Bereifung keine Fachwerkstatt aufgesucht werden.
  • Ein gutes Auge
  • ein Profilmesser
  • und ein Luftdruckmessgerät, wie es an jeder Tankstelle zu finden ist, genügen.

  1. Für eine ordentliche Kontrolle der Reifen sollten Sie die Maschine ans Tageslicht fahren und zunächst eine intensive Sichtkontrolle durchführen.
  2. Sind Risse in den Reifen zu sehen? Wirken diese spröde oder abgewetzt? Deuten Beschädigungen an der Felge auf harte Schläge hin?
  3. Messen Sie danach die Profiltiefe. 1,0 mm sind gesetzlich vorgeschrieben, empfehlenswert ist jedoch die doppelte Tiefe. Folgen Sie auch hier der Angabe des Herstellers. Wichtig ist dabei, dass die Profiltiefe in fast der gesamten Breite des Reifens erreicht wird.
  4. Zuletzt prüfen Sie den Reifendruck. Folgen Sie dabei den Angaben des Motorradherstellers. Bedenken Sie, den Luftdruck in kaltem Zustand zu überprüfen (warme Luft dehnt sich aus).
  5. In diesem Sinne allzeit eine gute Fahrt!

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