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Wie verhält man sich richtig wenn man einen Autounfall beobachtet?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:45
Grundsätzlich ist jede Person zur Hilfeleistung verpflichtet.

Eine Situation, wie sie sich jeden Tag auf der Straße abspielen kann, ist das Beobachten eines Verkehrsunfalls. Viele Menschen wissen nicht, wie sie sich verhalten sollen, und tendieren dazu, einfach die Fahrt fortzusetzen. Dabei hat die Straßenverkehrsordnung genau festgelegt, wie sich Verkehrsteilnehmer verhalten sollen, die Zeuge eines Unfalls geworden sind.

  1. Es besteht die Pflicht anzuhalten - Wer einen Verkehrsunfall aus seinem eigenen Fahrzeug heraus beobachtet, ist grundsätzlich zum Anhalten verpflichtet. Nachdem man das eigene Fahrzeug sicher abgestellt hat, muss man schauen, ob und wie man Hilfe leisten kann. Dies gilt auch, wenn es sich im ersten Anschein nur um einen Sachschaden handelt.
  2. Es besteht die Pflicht der Sicherung - Auch nachdem ein Unfall längst passiert ist, besteht weiterhin Gefahr, nicht nur für die Beteiligten. Andere Fahrzeuge können, etwa an unübersichtlichen Stellen oder bei schlechter Sicht, auf die Unfallfahrzeuge auffahren. Es besteht die Gefahr einer nachträglichen Entzündung oder gar Explosion von Kraftstoff. Deswegen gehört es auch zur Pflicht von Unfallzeugen, die Unfallstelle entsprechend zu sichern. Dazu zählt unter anderem die Aufstellung von Warndreiecken, das Anschalten von Warnblinkanlagen und das Warnen anderer Verkehrsteilnehmer durch Handzeichen. Wichtig ist auch, nach Möglichkeit die Position der Unfallfahrzeuge nicht zu verändern.
  3. Die Pflicht zur Hilfeleistung - Jeder Beobachter eines Autounfalls ist verpflichtet, verletzten Unfallbeteiligten Erste Hilfe zu leisten. Darunter fallen alle Hilfeleistungen, die man in dem Erste Hilfe Kurs zur Führerscheinprüfung gelernt hat. Diese Pflicht gilt mindestens so lange, bis Rettungskräfte an der Unfallstelle eingetroffen sind.
  4. Die Pflicht zur Unfallmeldung - Sobald sich bei einem Autounfall Verkehrsteilnehmer verletzt haben, besteht die Pflicht, die Polizei und den Rettungswagen zu verständigen. Dies gilt auch bei auf den ersten Blick geringfügigen Verletzungen. Bei reinem Sachschaden besteht keine Verpflichtung, die Polizei hinzuzuziehen. Jedenfalls so lang nicht, wie die Unfallgegner friedlich ihre Daten für die Versicherungen austauschen. Darüber hinaus hat man als Zeuge die Pflicht, mit seinen Beobachtungen, zur Aufklärung des Unfallhergangs beizutragen.

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