Foto: Shutterstock.com

Wie wechselt man eine Autobatterie?

Drucken
Letztes Update am 22.10.2014, 13:42
Die Autobatterie ist das allerwichtigste elektrische Bauteil im gesamten Fahrzeug.

Die Autobatterie ist das allerwichtigste elektrische Bauteil im gesamten Fahrzeug. Ohne sie geht gar nichts. Alle elektrischen Funktionen haben diesen Bleiakkumulator als Grundlage. Und obwohl die Batterie so wichtig ist, wird ihr leider nur wenig Beachtung geschenkt. Solange sie ordnungsgemäß ihren Dienst verrichtet, bemerkt man diesen Helfer eigentlich nicht. Schmerzlich vermisst wird er aber, wenn die Batterie nach Ablauf ihrer Lebenszeit die Funktion einstellt. Grund genug, der Autobatterie ein klein wenig mehr Aufmerksamkeit zu schenken.
Eine Autobatterie auf Säurebasis, also der herkömmliche Bleiakkumulator, hat je nach Hersteller und Einsatz eine durchschnittliche Lebenserwartung von 5 bis 7 Jahren. Es gibt Ausnahmen davon, aber in der Regel ist ein Akku nach dieser Zeit an seinem Lebensende angelangt. Meist macht sich das baldige Ende der Autobatterie dadurch bemerkbar, dass der Wagen immer schlechter anspringt oder beispielsweise auch erste Fehler beim Serviceintervall anzeigt werden, da die Batteriefunktion ständig über das Motorsteuerteil überwacht wird. Meist rät die Werkstatt dann auch rechtzeitig zum Austausch der Batterie.

Bitte beachten

  • Bitte beachte dass die Batterieanschlusskabel in sicherer Entfernung zur Batterie sind. Da die gesamte Karosserie auf Masse liegt, also mit dem Minuspol der Batterie verbunden ist, darf der Pluspol der Batterie keinesfalls mit Teilen der Karosse in Verbindung kommen. Kurzschlussgefahr!

Die Autobatterie sicher wechseln

  • Um eine Batterie beim Auto zu wechseln, muss einiges beachtet werden. Bei älteren Modellen genügt es, die Batterieabdeckung (falls vorhanden) abzunehmen und die alte Batterie auszubauen, indem die Batterieklemmen mit einem Schraubendreher oder Maulschlüssel gelöst werden, der Haltebügel mit einem Steckschlüssel losegeschraubt und die defekte Batterie entnommen wird. 
  • Dabei ist zu beachten, dass die Batterieanschlusskabel in sicherer Entfernung zur Batterie sind. Da die gesamte Karosserie auf Masse liegt, also mit dem Minuspol der Batterie verbunden ist, darf der Pluspol der Batterie keinesfalls mit Teilen der Karosse in Verbindung kommen. Kurzschlussgefahr! 
  • Stets erst den Minuspol abtrennen, so dass die Karosserie stromlos ist. Meist besitzen die Batterien Tragegriffe, jedoch sollte man zur Sicherheit mit der anderen Hand unterfassen, falls ein Henkel brechen sollte. 
  • Nachdem die neue Batterie eingesetzt und festgeschraubt ist (Klemme oder Bügel), wird zuerst das Pluskabel (Pluspol) und dann das Minuskabel (Minuspol) aufgesetzt und festgezogen. Zum Schluss ist die Batteriefachabdeckung wieder anzubringen.
  • Bei neueren Fahrzeugen sollte, um Ausfälle von Radiocodes oder Probleme mit Wegfahrsperren zu umgehen, stets eine Parallelbatterie bereitgehalten werden. Diese sog. Überbrückungsbatterie wird einfach parallel ins Stromnetz integriert (also Minus an Minus und Plus an Plus). Sie verhindert, dass nach dem Ausbau der Hauptbatterie das Bordnetz komplett zusammenbricht und somit neue Aktivierungscodes eingegeben werden müssten. Ansonsten ist wie oben beschrieben vorzugehen. 
  • Die Anfälligkeit moderner Bordelektronik bedingt dabei besondere Umsicht und unbedingte Sorgfalt in der Verhinderung von Kurzschlüssen!
  • Bei der Auswahl einer neuen Autobatterie ist in erster Linie die Größe der alten Batterie ausschlaggebend. Hierbei ist nicht nur das Abmaß gemeint, sondern auch die elektrische Kapazität. Meist werden in Fahrzeugen Akkumulatoren mit einer Kapazität von 36 bis 80 Amperestunden verwendet. 
  • Generell gilt, die maximal mögliche Amperestundenzahl für die maximal mögliche unterzubringende Batteriegröße zu wählen. Je mehr Ah eine Autobatterie hat, desto zuverlässiger und länger wird sie den ihr zugedachten Dienst verrichten.

Kommentare