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Wie wintert man ein Auto ein?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:42
Fahrzeuge, die den Winter in der Garage verzeit vorbereitet werdenbringen, sollten...

Fahrzeuge, die den Winter in der Garage verzeit vorbereitet werdenbringen, sollten auf die lange Stand. Dann gibt es keine bösen Überraschungen und die Besitzer von Youngtimern, Oldtimern, Cabrios und Caravans haben im Frühjahr wieder ungetrübten Fahrspaß.

  • ein geeignetes Winterquartier
  • Autoshampoo, Lackpflegemittel, Lederpflegemittel, Kunststoffpflegemittel
  • Putzlappen
  • Frostschutzmittel für den Kühler 
  • Frostschutzmittel für die Scheibenwaschanlage
  • Motoröl und Ölfilter
  • Talkum, Silikonöl oder Vaseline 
  • evtl. vier Unterstellböcke
  • Mottenkugeln, Mausefalle
  • Silikatbeutel 
  • Auto-Pyjama, Plane

  1. Als Winterquartier sollte ein trockener und gut belüfteter Platz gewählt werden. Eine möglichst konstante Raumtemperatur verringert die Gefahr von Kondenswasserbildung.
  2. Zuerst wird das Fahrzeug außen und innen gründlich gereinigt und der Lack gegebenenfalls mit Lackpflegemittel versiegelt. Alle Ecken, Kanten, Wasserabläufe und der Unterboden sollten sauber und trocken sein. Das Verdeck von Cabrios wird gesäubert und eventuell mit Pflegemittel behandelt. Um zu vermeiden, dass Risse und Falten entstehen, bleibt es geschlossen. Bei einer letzten Fahrt wird das Auto richtig warm gefahren. Dabei verschwindet auch Restfeuchtigkeit.
  3. Ein fast voller Tank verhindert die Kondenswasserbildung und Rost in demselben.
  4. Leder- oder Kunststoffausstattungen im Fahrzeug sind mit geeignetem Pflegemittel zu behandeln.
  5. Um Frostschäden zu vermeiden, muss der Kühlerfrostschutz kontrolliert und gegebenenfalls angepasst werden.
  6. Die Scheibenwaschanlage wird überprüft. Wenn erforderlich, wird Frostschutzmittel aufgefüllt. 
  7. Ein Wechsel von Motoröl und Ölfilter verhindert, dass sich im Winter Rückstände absetzen und Säurebildung oder Korrosion dem Motor schaden. 
  8. Gummi verhärtet bei Kälte besonders schnell und wird spröde. Die Dichtungen werden deshalb mit Silikonöl, Talkum oder Vaseline eingerieben und bleiben geschmeidig.
  9. Die Scheibenwischer werden abgeklappt. 
  10. Die Handbremse bleibt gelöst. 
  11. Auspuff und Ansaugöffnungen werden verschlossen, z. B. mit einem öligen Lappen.
  12. Die Batterie (Minuspol) wird abgeklemmt. Sie sollte etwa alle zwei Monate nachgeladen oder direkt an einen Erhaltungslader angeschlossen werden.
  13. Fenster bleiben einen Spalt geöffnet. Die Luft kann dann im Fahrzeug besser zirkulieren. 
  14. Gegen Ungeziefer und Mäuse im Fahrzeuginneren helfen einfache Mittel wie Mottenkugeln und Mausefalle. 
  15. Langes Stehen kann Schäden an Autoreifen, sogenannte „Standplatten“ verursachen. Die Gefahr derartiger Schädigung wird reduziert, wenn der Reifendruck um 0,5 bis 1 Bar erhöht wird. Damit nicht ständig die gleiche Reifenfläche belastet wird, sollte das Fahrzeug ungefähr alle vier Wochen etwas vor und zurückgeschoben werden. 
  16. Ganz verhindert werden können Standplatten, wenn das Auto auf vier Unterstellböcke aufgebockt wird.
  17. Silikatbeutel im Fahrzeuginneren entziehen der Luft Feuchtigkeit. Im Handel (z. B. Baumarkt) gibt es Produkte, die getrocknet werden können und wiederverwendbar sind. 
  18. Gegen aufsteigende Feuchtigkeit und zur Vermeidung von Ölflecken kann eine Plane unter das Auto gelegt werden. Wird es zum Schluss noch mit einem luftdurchlässigen Auto-Pyjama abgedeckt, ist das Fahrzeug optimal für die Überwinterung vorbereitet.

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