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Worauf man beim Räderwechsel am PKW achten sollte

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:35
Er ist zwei Mal pro Jahr fällig: der Räderwechsel am PKW.

Er ist jedes Jahr im Frühling und im Herbst fällig: der Räderwechsel am PKW. Im Frühjahr müssen die Sommerreifen montiert werden und im Herbst die Winterreifen, um für jede Jahreszeit die jeweils optimale Bereifung am Auto zu haben.

 

Daher bietet es sich an, beim Räderwechsel gleich auf einige Dinge zu achten, damit die Sicherheit weiterhin gewährleistet ist und natürlich auch, um eventuelle Mängel und demnächst anfallende Reparaturen frühzeitig erkennen zu können.

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Profiltiefe und Reifenlagerung

  • Natürlich sollte auch beim Reifenwechsel immer die Profiltiefe überprüft werden. Denken Sie daran, dass bereits bei einer Profiltiefe von etwa 4 Millimetern die Haftung bei Nässe deutlich abnimmt. Besonders gilt dies bei der Verwendung von Breitreifen. Die gesetzliche Mindestprofiltiefe in Deutschland beträgt 1,6 Millimeter für Sommer- und Winterreifen. In Österreich beträgt sie 1,6 Millimeter für Sommer- und 4 Millimeter für Winterreifen, sofern das Fahrzeug ein zulässiges Gesamtgewicht von 3.500 Kg nicht überschreitet. Je nach Reifenart können gegebenenfalls anderen Mindestprofiltiefen gelten.
  • Die demontierten Räder sollten Sie vor dem Einlagern von Bremsstaub und anderen Schmutz befreien. Bei der Reifenlagerung sollten Sie darauf achten, dass Wärme, Feuchtigkeit oder Sonneneinstrahlung vermieden wird. Lagern Sie Ihre Reifen am besten in einem trockenen, kühlen und möglichst dunklen Raum. Lagern Sie die Reifen nach Möglichkeit liegend (Reifen ohne Felgen sollten Sie hingegen stehend lagern).

Dinge die benötigt werden

  • Wagenheber
  • Radmutternschlüssel
  • Drehmomentschlüssel
  • Luftdruckprüfer
  • Gegebenenfalls Luftpumpe oder Kompressor

Tipps für den Räderwechsel

  • Legen Sie zunächst einen Gang ein und ziehen Sie die Handbremse an, bevor Sie mit dem Räderwechsel beginnen. Am besten ist es auch, wenn das Fahrzeug auf einer möglichst ebenen Fläche steht.
  • Bevor Sie das Fahrzeug anheben, können Sie ruhig schon die Radkappen (falls vorhanden) abnehmen und die Radmuttern bzw. Schrauben etwa eine Viertelumdrehung lösen. Dadurch lassen sich die Schrauben bei angehobenem Fahrzeug besser herausdrehen.
  • Haben Sie das Fahrzeug angehoben und die Radmuttern eines Rades entfernt, nehmen Sie das Rad ab. Achten Sie auch auf Rostbefall an der Nabe der Felge und der Achse des Fahrzeugs. Sind diese Teile stark verrostet, kann dies unter ungünstigen Umständen dazu führen, dass sich das Rad irgendwann nur noch sehr schwer abnehmen lässt. Entfernen Sie daher den groben Rost am besten bei jedem Räderwechsel. 




  • Wenn Sie das Rad schon einmal abgenommen haben, sollten Sie auch gleich überprüfen, wie der Zustand der Bremsen ist. Schauen Sie nach, wie stark die Bremsbeläge und die Bremsscheiben bereits abgenutzt sind und ob demnächst ein Wechsel der Verschleißteile notwendig wird oder vielleicht sogar schon notwendig ist. 

 

 

  • Überprüfen Sie bei dieser Gelegenheit am besten auch gleich den Zustand der Bremsleitungen (soweit einsehbar) und der Bremsschläuche. Sollten hier Beschädigungen zu sehen sein, lassen Sie die entsprechenden Teile baldmöglichst in der Werkstatt austauschen.
  • Wenn Sie die „neuen“ Räder montieren, ziehen Sie die Radmuttern zunächst über Kreuz handfest an, bevor Sie das Fahrzeug ablassen. An dieser Stelle noch ein wichtiger Hinweis: Verwenden Sie niemals Öl, Fett oder andere Schmierstoffe bei der Befestigung der Radschrauben bzw. Radmuttern.
  • Danach können Sie dann die Radmuttern bzw. Schrauben mit einem Drehmomentschlüssel ebenfalls über Kreuz festziehen. Entsprechende Angaben über das richtige Drehmoment finden Sie in der Regel in der Bedienungsanleitung Ihres Fahrzeugs. Beachten Sie hierbei auch, dass Alufelgen in der Regel andere Anzugsdrehmomente haben als Stahlfelgen.
  • Nach der Montage der Räder überprüfen Sie unbedingt den Luftdruck. Angaben über den richtigen Reifendruck finden Sie ebenfalls in der Anleitung oder gegebenenfalls an der Innenseite des Tankdeckels. Sie können den Luftdruck natürlich auch an der nächsten Tankstelle überprüfen und korrigieren. Noch ein Tipp zum Luftdruck: Füllen Sie am besten etwa 0,2 bar mehr Luft ein, als es vorgeschrieben ist. Die Fahrzeughersteller neigen dazu, aus Komfortgründen nur den Mindestdruck anzugeben.
  • Denken Sie unbedingt daran, dass die Radmuttern bzw. Schrauben nach etwa 50 bis 100 Kilometern Fahrtstrecke noch einmal (ebenfalls über Kreuz natürlich) nachgezogen werden müssen. Verwenden Sie auch hierfür einen Drehmomentschlüssel.

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