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Zu schnell in 30er Zone gefahren? - So hoch wird die Rechnung

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:14
Zu schnell gefahren, mit welcher Buße rechnen?

Zunächst stellt sich die Frage, was eine Geldbuße bewirken soll und welche Bedeutung ihr zukommt.Ein anderes Wort für Buße ist Reue, mit einer Geldbuße soll Reue geweckt werden.Der folgt Einsicht und die wiederum sollte eine Wiederholung nicht zu lassen.Gesetzesverstöße bei denen das Strafrecht ein zu hohes Maß wäre, unterliegen Ordnungswidrigkeiten, welche mit Geldbußen geahndet werden können. In Rechtsverordnungen über Regelgesetze wird genauer darauf eingegangen.

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21 km/h zu schnell in der Fußgängerzone mit dem PKW

Ganz allgemein lässt sich aus der Bußgeldtabelle heraus lesen, dass dem „Verkehrssünder“ 80 € Bußgeld und ein Punkt in Flensburg erwarten.

Dazu kommen Bearbeitungsgebühren von zirka 24,00 €. Allerdings gibt es verschiedene Aspekte, welche das Maß der Strafe erhöhen können:

  • Haben sie in Flensburg noch nicht verjährte Punkte?

  • Fuhren Sie den PKW mit oder ohne Hänger?

  • Waren in der Fußgängerzone Kinder, Ältere oder behinderte Menschen gefährdet?

  • Wurde die erlaubte Höchstgeschwindigkeit, bei schlechter Sicht durch Wettereinflüsse überschritten?

  • Betrug die Dauer der Geschwindigkeitsüberschreitung mehr als 5 Minuten, oder überstieg, nach Antritt der Fahrt, die Überschreitungen mehr als zwei mal?

  • Mussten Sie ein Bußgeld, wegen Geschwindigkeitsüberschreitung von 25 km/h, im Zeitraum des vergangenen Jahres zahlen?


Um sich ein genaueres Bild vom Strafmaß machen zu können, sollten alle Fragen beantwortet sein. Hier sei meine Anmerkung gestattet, einen Anwalt für Verkehrsrecht im Zweifel hinzu zuziehen.

Bußgeld in 30er-Zone

Bußgeldkatalog 3013

Kurz und knapp:

  • 1 bis 2 Punkte haben eine Vormerkung zur Folge.

  • 3 bis 5 Punkte ziehen eine Ermahnung nach sich.

  • Um eine Verwarnung ausgesprochen zu bekommen sind 6 bis 7 Punkte notwendig.

  • Und ganze 8 Punkte sind erforderlich um den Führerschein entzogen zu bekommen.

 

Tilgungsfristen und Punkteabbau

  • Ordnungswidrigkeiten sind nach Ablauf von 2 Jahren nichtig, schwere Ordnungswidrigkeiten nach 2,5 Jahren.
  • Nach 5 Jahren werden Straftaten gelöscht und nach 10 Jahren schwere Straftaten.
  • Neu an den Fristen zur Tilgung von Punkten soll bis spätestens 2014 sein, dass jede begangene Ordnungswidrigkeit oder Straftat einzeln verjährt und somit aktuelle Widrigkeiten nicht mehr zur Verlängerung der Eintragdauer führen.
  • Der Punkteabbau durch Verkehrsschulungen ist ab der Neureglung nicht mehr möglich.

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