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Wie sucht man nach einem Lawinenverschütteten?

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Veröffentlicht: 13.12.10

Bei einer Lawinenteilverschüttung braucht man weniger technisches Gerät. Da helfen Augen und Ohren, um die Verschütteten zu finden. Wird ein Mensch jedoch komplett von der Lawine verschüttet, hilft am besten die Suche mit Hilfe eines LVS-Gerätes. Durch Training anerkannter Suchstrategien können sich diese optimieren.

Lawinensuche
Foto: Shutterstock.com

Bitte beachten

  • Nach dem Abgang einer Schneelawine und einer Verschüttung von Menschen kommt es bei der Suche und Rettung auf jede Sekunde an. Überlebenschancen fallen schon schnell rapide ab. 
  • Je zügiger Ortung und Bergung verlaufen, desto besser sind die Chancen für das Lawinenopfer. 
  • Die Suche sollte immer nach dem gleichen Schema ablaufen: Erst Grobsuche, darauf folgt die Feinsuche. Dann beginnt die Punktortung, das Sondieren und zuletzt das Bergen.
  • Tipps zu erkennen ob ein Tiefschneehang lawinensicher ist finden Sie hier!
  • Euronutrufnummer: 122

Video zum Thema:

Die primäre Suchphase, die Grobsuche

  1. Die Grobsuche erfolgt ohne technische Gerät und dauert solange bis das ersten Signal empfangen werden kann. 
  2. Innerhalb dieser Phase wird der jeweilige Suchbereich festgelegt. Konnte der Lawinenabgang bzw. die Verschüttung gesehen werden, befindet sich das Gebiet der Grobsuche direkt unterhalb von dem Punkt an dem das Lawinenopfer verschwunden ist. 
  3. Ist dieser Punkt allerdings nicht bekannt, muss der gesamten Lawinenkegel abgesucht werden. 
  4. Während der primären Suchphase halten die Retter das LVS-Gerät circa auf Hüfthöhe und schwingen es vor ihrem Körper. 
  5. Das wirkt sich günstig auf den Empfang und die Reichweite aus. 
  6. Beim Abgehen der Lawinen sucht man mit den Augen nach Körperteilen oder auch Ausrüstung der Verschütteten. 
  7. Man muss trotz dieser prekären Situation immer Ruhe bewahren, um vielleicht leise Hilferufe zu hören. 
  8. Mit dem Signalempfang endet diese Suchphase. Die Feinsuche kann jetzt beginnen.


Die sekundäre Suchphase, die Feinsuche

  1. Jetzt ist nur noch ein Helfer aktiv. Der Rest schaltet die eingesetzten LVS-Geräte aus. 
  2. Der Erfahrenste ermittelt die Signalrichtung. Jetzt gelangt in die Nähe des Verschütteten. 
  3. Die Punktortung kann jetzt beginnen.


Die Punktortung und das Sondieren

  1. Das LVS-Gerät befindet sich direkt über der Oberfläche. 
  2. Der Punkt mit dem stärksten Empfang ist der Punkt der Ortung. 


Die Ausgrabung und Bergung. Die Rettung

  1. Das Graben für die Bergung der Opfer beginnt seitlich neben der Markierung. 
  2. Einerseits soll das Grabeloch entsprechend groß zur Rettung sein. 
  3. Dann soll der Schnee nicht hineinfallen. Zum anderen könnte ein entstehender Druck von oberhalb eine eventuell existente Lufthöhle vernichten. 
  4. Bei der darauf folgenden Erstversorgung müssen die Helfer besonders auf Unterkühlung und Atmung sowie Verletzungen der Wirbelsäule achten.

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