Zum Inhalt springen
asklubo.com » Gesundheit » Schlechte Leberwerte – Was tun?

Schlechte Leberwerte – Was tun?

Seite drucken
Veröffentlicht: 11.07.13

Schlechte Leberwerte leiten eine lange Phase des Leidens betroffener Patienten ein. Dieser Vorgang schleicht sich langsam und leise im berühmten Schneckentempo an. Unsere Leber ist ein sehr schweres aber duldsames Organ. Stillschweigend lässt sie alles geschehen und ist stumm wie ein Fisch im Wasser, wenn es ihr nicht gut geht.

Schlechte Leberwerte
Foto: Shutterstock.com

Alarmsignale:

Wer mit sich hadert, ständig müde ist und zu nichts mehr Lust hat, der sollte deshalb einen Test seiner Leberwerte veranlassen. Weitere Anzeichen sollten zu denken geben:

  • Antriebslosigkeit bei Beschäftigungen, die im Normalfall Spaß machen
  • Spielverderber im Bett, die keine Lust mehr auf Sex haben
  • Lebersternchen auf der Haut, die eigentlich keiner wollte
  • gelbe Augenfarbe
  • Juckreiz bzw. Schmerzen im Oberbauch

Die Leber und erhöhte Leberwerte:

Gesundheitspolizei "Leber"
Auch in unserem Körper gibt es ein Zentrale, nur das Einsatzzentrum der diensthabenden Gesundheitspolizei ist unser Stoffwechsel. Weit daneben liegt, wer annimmt, dass nur Alkoholiker ein Leberproblem bekommen können. Das 1,5 kg schwere Organ ist ein echter Entgiftungsspezialist und hat großen Einfluss auf unser seelisches Gleichgewicht. Als größte Körperdrüse verrichtet sie Tag für Tag Entgiftungsarbeiten, die für uns lebenswichtig sind. Aber auch die vielen anderen Funktionen sind oft den meisten nicht bekannt:

  • Steuerung des Energie- und Hormonhaushaltes des Körpers
  • Fettverwertung
  • Gewinnung von fettlöslichen Vitaminen
  • Zerlegung der Proteinbestandteile unserer Nahrung in Einzelbausteine (Aminosäuren), um Eiweiß (Enzyme, Antikörper, Blutgerinnungsfaktoren) zu produzieren


Erst wenn die Erkrankungen des Organs schon weit fortgeschritten sind, kommt es zu spürbareren Anzeichen. Beendet wird ein zu spät bemerkter Leidensweg einfach durch den Tod des Organs. Betroffene merken es viel zu spät, dann ist die Leber oft nicht mehr zu retten. Das Gewebe der Leber kann sich dann oft mit den Runzeln eines alten Weibes messen, denn es verschrumpelt. Schlimmstenfalls hat der Krebs das Organ zerfressen. Wenn ein Versagen der Leber auftritt, geht einfach gar nichts mehr.

Erhöhte Leberwerte müssen nicht sein.
Unterschiedliche Ursachen erfordern auch unterschiedliche Therapieansätze. Die wichtigste Richtlinie ist oft eine Ernährungsumstellung, um damit das Gewicht zu reduzieren. Auch medikamentös kann bei bakteriellen Entzündungen durch die Behandlung mit Antibiotika erfolgversprechend geholfen werden. Hepatitisinfektionen werden mit antiviralen Medikamenten therapiert. Eine Belastung der Leber soll im Krankheitsfall vermieden werden. Absolut tabu sind:

  • Alkohol
  • Drogen
  • Nikotin
  • toxisch wirkenden Substanzen
  • eventuell Medikamente, die aufgrund anderer Erkrankungen genommen werden (Absprache mit Arzt über Alternativen notwendig)


Sind Gallengänge von der Erkrankung betroffen, kann auch eine OP notwendig sein. Oft sind Entzündungen dafür verantwortlich, dass es zu einem Rückstau der Gallenflüssigkeit kommt. Gallensteine bedürfen leider auch, dass der Betroffene "unters Messer" muss. Glück hat nur, wer Gallensteine mit sich rumschleppt, die aus Cholesterin bestehen. Dort hilft meist auch schon eine medikamentöse Auflösung (Lyse). Es gibt auch noch ganz hartnäckige Feinde unserer Leber, die nur auf Krieg aus sind. Das sind Saugwürmer, andere Wurmarten, Leishmanien und Parasiten. Auch die werden mit Medikamenten bekämpft.

Deinen Freunden mitteilen

Seite drucken

Kommentar hinzufügen

*
*

Mindestens 3, maximal 128 Zeichen. Erlaubte Zeichen: a-z, A-Z, 0-9.
*