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Föhn - Wie entsteht das Wetterphänomen?

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Veröffentlicht: 12.04.11

Der Föhn ist ein Wetterphänomen, das vorwiegend in den Bergen oder Alpenrändern vorkommt. Er wird auch als Fallwind bezeichnet, der trocken und warm ausfällt. Der Föhnwind muss nicht immer lebhaft und stark sein, sondern dieser kann auch als leichte Brise oder in Windböen ausfallen.

Damit ein Föhnwind entsteht, müssen mehrere Aspekte übereinstimmen und so diese Wetterkapriolen verspüren zu können. Umso höher das Gebirge ist, desto stärker fällt der Föhnwind aus. Dieser wird meistens auf der Leeseite des Gebirges spürbar. Lee ist eine Seemannssprache und ist im Segelsport ein Fachbegriff.

Als Lee wird auch die abgewandte Windseite genannt. Das heißt, wenn der Wind von Süden kommt und auf die Südseite des Gebirges prallt, dann ist die nördliche Seite des Gebirges die Leeseite, hingegen ist die gegenüberliegende Seite die Luvseite, also die dem Wind zugewandte Seite.

Lenticularis
Foto: Shutterstock.com

Bitte beachten

  • Das Wetterphänomen Föhn kann von vielen Menschen in Form von Krankheitserscheinungen verspürt werden, beispielsweise leidet man dann unter Kreislaufproblemen oder Migräne
  • Auch Asthmatiker oder Rheumatiker sind davon überwiegend betroffen.

Video zum Thema:

Entstehung von Föhn einfach erklärt

  • Bei der Entstehung des Föhns wird eine warme Luft an die Südseite des Gebirges gedrückt. 
  • Durch den steilen Anstieg, die diese warme Luft überwinden muss, kühlt sich die Luft langsam ab. 
  • Dadurch entsteht Wasserdampf, der sich zu großen Flächen formatiert und für den Menschen als Wolken sichtbar werden lässt. 
  • Durch den Anstieg muss die aufsteigende Luft einen großen Feuchtigkeitsverlust hinnehmen. 
  • Die Feuchtigkeit wird vorwiegend als Niederschlag, also Regen oder Schneefall, abgegeben. 
  • Dieser Niederschlag oder Schneefall kann sich stundenlang hinziehen, bis sich die Wolken soweit entleert haben, dass diese nur mehr geringe Mengen an Feuchtigkeit mit sich führen. 
  • Unterdessen hat die Luft die Spitze des Berges erreicht. Durch das steil abfallende Gelände im Gebirge auf der anderen Seite fällt der Wind wieder ins Tal. 
  • Dabei entsteht eine Reibung und durch diese Reibung erwärmt sich bekanntlich ein Gegenstand. So auch der Wind. 
  • Bei einem Höhenunterschied von 100 Meter auf 100 Meter in der Länge gemessen, erwärmt sich der Wind um 1 Grad Celsius. 
  • Bei einem hohen Gebirge sind das schon einige Hunderte oder sogar Tausende von Metern. Durch dieses Phänomen wird der Wind an den Alpenrändern als warmer Föhnwind spürbar.
  • Für Sportbegeisterte ist der Föhn eine willkommene Wetterkapriole, um Segelfliegen oder Paragleiten zu können. Durch die Wärme des Fallwindes entsteht ein Auftrieb, der Paragleiter und Segelflieger lange in der Luft hält.

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