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Wie entsteht ein Tornado?

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Veröffentlicht: 11.12.12

Tornados sind eines der faszinierendsten Wetterphänomene der Welt. Auf der einen Seite ziehen die Luftsäulen mit im Extremfall bis zu 500 km/h schnellen Wirbelwinden die Menschen in ihrem Bann, auf der anderen Seite können sie ganze Landstriche binnen kürzester Zeit verwüsten. Im Gegensatz zu Hurrikans und Taifunen sind Tornados eher kleinräumige Wirbelstürme, deren Durchmesser nur selten mehr als einen Kilometer beträgt.

Entstehung eines Tornados
Foto: Shutterstock.com

Bitte beachten

  • Auch in Österreich können Tornados entstehen. Sie treten von den Absolutzahlen her jedoch viel seltener auf als in den USA. Derzeit wird in Österreich von circa 10 Tornados pro Jahr ausgegangen, die meistens nicht mehr als die Stufen F0 bis F1 der Fujita-Skala erreichen. 
  • Aber auch starke Tornados der Stufe F2 fegen alle 1 bis 2 Jahre über österreichischen Boden. Der bislang stärkste Tornado wurde im Jahr 1916 in Wiener Neustadt aufgezeichnet und nachträglich dem oberen F3-Bereich zugeordnet, dieser forderte damals viele Tote und Schwerverletzte. 
  • Am häufigsten bilden sich diese besonderen Wettererscheinungen in der südwestlichen Steiermark sowie im Wiener Becken.

Die Entstehung eines Tornados

  • Für die Entstehung von Tornados sind um eine vertikale Achse rotierende Gewitterwolken verantwortlich. Diese sogenannten Superzellen können einen Durchmesser von 20 bis 30 Kilometern erreichen. Aus einer Superzelle entwickelt sich ein Tornado, wenn die Wolkenuntergrenze niedrig ist, der Wind mit der Höhe dreht und gleichzeitig stark zunimmt.
  • Die Absenkung der Wolkenbasis unter der Superzelle verleiht dem Wetterphänomen die trichterförmige Erscheinung (im Englischen „funnel cloud“ genannt).
  •  Wenn die rotierende Säule unter dem „Funnel“ Bodenkontakt erhält, entsteht endgültig ein Tornado.
  • Die Windgeschwindigkeit im Tornado kann im Extremfall bis zu 500 km/h erreichen und kann somit Leben und Besitz bedrohen.
  • Tornados treten weltweit am häufigsten im Mittleren Westen der USA auf, weshalb dieses Gebiet auch als „Tornado Alley“ bezeichnet wird.
  • In Europa zählen die Poebene, die Adriaküste sowie beispielsweise Südengland zu den tornadoreicheren Regionen.
  • Tornados werden anhand der Windgeschwindigkeit in verschiedene Klassen der Fujita-Skala eingeteilt. Die Skala reicht dabei von Stufe F0 bis F5.
  • Falls man einen Urlaub in einer tornadoreichen Region plant, sollte man sich schon vorab informieren, wie man sich in einem Notfall verhalten muss.
  • Bei einem Tornado gelten verschärfte Schutzmaßnahmen:
  • Um nicht von herumwirbelnden Trümmern getroffen zu werden, sollte man sich in geschlossenen Kellerräumen aufhalten sowie Fenster und Türen meiden.
  • Falls man im Freien von einem Tornado überrascht wird, sollte man möglichst Brücken oder Gräben aufsuchen und sich flach hinkauern. Ansonsten im rechten Winkel aus dem Weg des Tornados fortbewegen.

Gastbeitrag von den Experten von wetter.tv - Mehr Infos zum Wetter

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