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Wie groß ist der beobachtete, weltweite Temperaturanstieg?

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Veröffentlicht: 06.02.12

Seit Jahren schon wird weltweit eine Diskussion geführt, die sich aus großer Sorge speist: Gibt es einen Temperaturanstieg? Und hat dieser Auswirkungen auf die Lebensverhältnisse der Menschen? Nach aufwendigen Untersuchungen und intensiven Erhebungen steht fest: Ja, es gibt ihn.

Klimawandel
Foto: Shutterstock.com

Video zum Thema:

  1. Im Februar 2007 veröffentlichte der Klimarat der Vereinten Nationen den ersten Teil eines Berichts über die globalen Klimaveränderungen. Und daraus geht hervor, dass sich in den zurückliegenden 100 Jahren die Durchschnittstemperatur um rund 0,74 Grad Celsius erhöht hat – und damit um deutlich mehr als angenommen. Einen schnelleren Anstieg hat es in der Geschichte der Menschheit noch nie gegeben.
  2. Zugleich entwickelten die Wissenschaftler Prognosen für die Zukunft. Die verschiedenen Szenarien sind allesamt alarmierend. 
  3. Bei anhaltender Bewirtschaftung der Erde, so fanden die Klimaforscher heraus, könnte es noch in diesem Jahrhundert um eine Erwärmung von bis zu 6,4 Grad Celsius kommen. Das ist eine dramatische Prognose, denn tatsächlich könnte bereits ein Anstieg um zwei Prozent zu einer Klimakatastrophe führen. 
  4. Die zwei Grad nahmen die Forscher als Vergleichswert, weil sie für das Zeitalter vor der technischen Industrialisierung der Menschheit ab 1750 stehen. 
  5. Wird also im selben Ausmaß wie bisher weitergewirtschaftet, werden die selben Mengen an Abgasen und Wärme, aber auch an Kohlendioxid ausgestoßen wie bisher, dann könnten sämtliche Ökosysteme aus dem Gleichgewicht laufen. 
  6. Dass die Sorge nicht unbegründet ist, zeigt die aktuelle Entwicklung. Elf der letzten zwölf Jahre gehören zu den wärmsten, die die Menschheit seit 1850 registrierte. Die Klimaforscher verzeichnen derzeit wesentlich mehr Dürren in Regionen wie der Sahelzone, im Mittelmeeraum oder in Nordafrika und Südasien. 
  7. In anderen Bereichen Asiens haben die Niederschläge an Menge und Intensität deutlich zugenommen. Die Ozeane haben sich bereits bis auf eine Tiefe von bis zu 3.000 Metern erwärmt, da sie einen Großteil der Wärme absorbieren. 
  8. Langfristig ändert sich damit die Zusammensetzung des pH-Werts im Wasser und damit des Säuregehalts, so dass sich die Schalengehäusen von Muscheln und Schnecken aufzulösen beginnen. 
  9. Die Alternative, um den weiteren Temperaturanstieg zu stoppen, kann nur in nachhaltigem Handeln bestehen. Die Menschheit muss schnellstens ihre Treibhausgasemissionen reduzieren. 
  10. Um eine solche zentrale Änderung im Ökoverhalten zu erreichen, schätzen Umweltexperten die notwendigen Kosten allein für Deutschland auf bis zu 800 Milliarden Euro bis zum Jahr 2050. 
  11. So viel Geld das auch ist, so alternativlos ist dessen Ausgabe: Denn wenn die Menschheit ihr Verhalten nicht radikal ändert und Rücksicht auf die Ökosysteme nimmt, wird sie eines Tages von einer Klimakatastrophe betroffen sein, die ihresgleichen sucht.
  12. Noch ist es nicht zu spät!

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