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Alles neu in der Formel 1 2014

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:35
Sie müssen sich jedoch auch auf einige einschneidende Veränderungen gefasst machen, denn Vieles ist neu in der Formel 1 2014.

Motorsportfans sind voller Vorfreude, denn endlich ist es wieder soweit: Die neue Formel 1 Saison steht vor der Tür. Sie müssen sich jedoch auch auf einige einschneidende Veränderungen gefasst machen, denn Vieles ist neu in der Formel 1 2014. Neue Optik und neuer Sound - so will die Formel 1 in diesem Jahr durchstarten. So gibt es nicht nur neue Motoren, sondern auch Autos mit einem völlig neuen Look, der bei den Fans sicherlich zu hitzigen Diskussionen führen wird.

Facts zur aktuellen Saison

  • Die Formel 1 2014 beginnt am 16. März im australischen Melbourne und endet am 23. November in Abu Dhabi.
  • Insgesamt werden 19 Rennen ausgetragen.
  • Es wird die 65. FIA-Formel 1-Weltmeisterschaft sein.
  • Der Titelverteidiger ist Sebastian Vettel.

Die Technik

  • Wie bereits erwähnt, sind die Neuerungen in der kommenden Motorsportsaison vielfältig. Besonders gravierend, vor allem auch für die Fahrer und Teams, sind wohl die neuen Motoren. Sie sind wesentlich komplexer als alles bisher Dagewesene, sodass man von einem sogenannten Antriebsstrang, und nicht mehr nur vom Motor alleine, spricht.
  • Die bisher verwendeten 2,4-Liter V8-Motoren haben nun ausgedient. Stattdessen werden die Rennwagen jetzt von V6-Turbomotoren mit 1,6 Litern Hubraum angetrieben. Dies bedeutet also eine Rückkehr zur Technik der Turbomotoren, die schon einmal ihren Einsatz fanden, ab dem Jahr 1998 allerdings verboten wurden. Da diese Antriebe um einiges schwerer als ihre Vorgänger sind, ändert sich auch die Gewichtsverlagerung der Autos enorm. So ist das vorgeschriebene Gewicht mit dem Fahrer auf 690 Kilogramm erhöht worden; bisher lag die Mindestgrenze bei 624 Kilogramm.
  • Zudem gibt es ein neues Energie-Rückgewinnungssystem. Aus KERS wird ERS, doch die Idee dahinter bleibt gleich. Das neue System leistet jedoch mit 160 PS doppelt so viel wie KERS und kann fünfmal so lange genutzt werden.

 

Hässliche Autos?!

  • Weitere, unmittelbare Neuerungen betreffen die Fahrzeuge, beziehungsweise deren Optik. Fortan dürfen die Nasen der Rennwagen nur noch 18,5 Zentimeter über dem Boden liegen. Einen Knick in der Spitze darf es jedoch nicht mehr geben.
  • So kommt es zwangsläüfig zu äußerst gewöhnungsbedürftigen Konstruktionen. Die neue Regelung soll in erster Linie für mehr Sicherheit im Fahrzeug sorgen, um das Risiko bei Kollisionen zu senken.
  • Man hofft, dass Unfälle wie der Überschlag von Mark Webber in Valencia somit zukünftig vermieden werden. Kritiker, die von diesen neuen Regeln nicht begeistert sind, verliehen den neuen Autos jedoch bereits spöttische Spitznamen wie "Ameisenbär" oder gar "Dildo". Damit ist ein solch neues Fahrzeug eigentlich eher ein Fall für den Schönheitschirurgen.

 

Sportliches Reglement

  • Neue Regeln gibt es nicht nur im technischen, sondern auch im sportlichen Bereich. Zum einen betrifft dies die Strafen. So drohen bei einem Vergehen gegen die Straßenverkehrsordnung der Formel 1 ganze 3 Punkte in Flensburg. Wer mehr als 12 Punkte innerhalb eines Jahres sammelt, darf am nächsten Rennen nicht teilnehmen. Kleinere Regelverstöße werden dagegen in Zukunft mit einer Zeitstrafe geahndet, die 5 Sekunden beträgt. Die Flexibilität der Rennkommissare soll dadurch erhöht werden.
  • Neu ist außerdem, dass beim Saisonfinale in Abu Dhabi doppelt so viele Punkte erzielt werden können, was für mehr Spannung bis zum Ende sorgen soll. Zudem erhält jeder Fahrer eine feste Nummer zwischen 2 und 99, die er die ganze Saison über beibehält. Die 1 trägt der Weltmeister.
  • Testfahrten sind auch im kommenden Jahr erlaubt, unterliegen jedoch strengen Regelungen. Vier Tests an je 2 aufeinanderfolgenden Tagen werden auf Strecken genehmigt, auf denen bereits Veranstaltungen ausgetragen worden sind.

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