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Deutsche Bundesliga - Investoren und Sponsoren?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:02
In der deutschen Fußball-Bundesliga geht es bekanntlich um eine Menge Geld.
So erzielten die Bundesliga-Vereine in der Saison 2011 / 2012einen Umsatz von fast zwei Milliarden Euro. Vielleicht wirst du dir auch schon die Frage gestellt haben, woher diese beträchtlichen Summen kommen. Die beiden größten Einnahmeposten machen zum einen die Verwertung von Fernsehrechten, zum anderen Werbeeinnahmen aus. Dieser zweite Aspekt wird im folgenden genauer unter die Lupe genommen, um zu klären, wer in die Bundesliga investiert. 

Werbung

  1. Dass Unternehmen den Fußball zu Werbezwecken nutzen, ist eine Entwicklung, die erst in den 70er-Jahren des 20. Jahrhunderts einsetzte (Vorreiter in Deutschland war Eintracht Braunschweig). 
  2. Seither ist die Trikot- und Bandenwerbung nicht mehr wegzudenken. Vor allem die Hauptsponsoren versuchen, mit der Präsentation eines einprägsamen Logos oder Schriftzugs auf den Trikots der jeweiligen Klubs, sich ein positives Image zu verschaffen. 
  3. Wenn es für das Unternehmen gut läuft, wird der Klub ein Stück weit mit dem Sponsor identifiziert.


Wer sind die Investoren?

  1. In die großen Klubs investieren oft sehr namhafte Hauptsponsoren, so die Deutsche Telekom beim FC Bayern, Volkswagen beim VfL Wolfsburg, die Krombacher-Brauerei bei der Eintracht Frankfurt oder die Postbank bei Borussia Mönchengladbach. 
  2. Eine Besonderheit ist das Sponsoring des russischen Staatsunternehmens Gazprom beim FC Schalke 04. Gazprom unterstützt Schalke seit 2007, zwischenzeitlich wurde das Engagement bis 2017 verlängert. 
  3. Jährlich fließen mindestens 12 Millionen Euro in die Kassen des Vereins. Ins Gerede kam diese Geschäftsbeziehungen, weil Gazprom als Arm der politischen Führung Russlands gilt und zum Beispiel im Gasstreit mit der Ukraine eine umstrittene Rolle gespielt hat.
  4. Einen Sonderfall stellt auch der TSG Hoffenheim 1899 dar. Hoffenheims Aufstieg von einem Regionalverein in die erste Bundesliga verdankt der Klub vor allem der finanziellen Unterstützung des SAP-Mitbegründers und Milliardärs Dietmar Hopp. 
  5. Dessen Sponsoring ist von Seiten „traditioneller“ Klubs kritisiert worden. Mit viel Geld sei ein Bundesliga-Klub ohne gewachsene Fanstruktur wie in den „Traditionsklubs“ aus dem Boden gestampft worden, so die Kritiker. 
  6. Dem gegenüber ist aber festzustellen, dass die Kommerzialisierung des Fußballs seit den 70er-Jahren auch bei den traditionsreichen Klubs immer weiter voranschreitet und sie in dieser Hinsicht Hoffenheim ähnlicher sind, als sie es vielleicht wahrhaben wollen.

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