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Die bitterste Niederlage in der Geschichte der Eisbären Berlin?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:04
In der Vorrunde dominierten die Eisbären die Liga nach Belieben...

Die Titelsammlung der Eisbären Berlin sucht seines Gleichen, seit der Saison 2005 holten die Berliner 6 der letzen 8 Meistertitel. Doch vor allem in der Saison 2009 / 2010 mussten die Berliner eine Ihrer bittersten Niederlagen hinnehmen.

  • Seit dieser Niederlage sind mittlerweile 2 weitere DEL Saisons vergangen – der 2malige Titelträger lautete Eisbären Berlin.

  • In der Vorrunde dominierten die Eisbären die Liga nach Belieben, am Ende wurde ein neuer Hauptrundenrekord mit 123 Punkten aufgestellt, vor dem 2ten Frankfurt Lions bedeutete dies 25 Punkte Vorsprung. Im Viertelfinale warteten nun die Augsburger Panther, welche sich nur in den Pre Playoffs gegen die Adler Mannheim durchsetzen konnten.
  • Ganz Berlin dachte an eine leichte Beute, doch es sollte ganz anders kommen. Das 1ste Heimspiel gewannen die Eisbären noch mühsam mit 2:1, doch schon in Augsburg ging das darauffolgende Auswärtsspiel mit 1:2 verloren. Als die Eisbären überraschend das 3te Playoff-Game mit 3:5 abgaben, sprachen die ersten Beobachter von einer möglichen Sensation.
  • Doch die Berliner revidierten die Pleite und setzten sich in Augsburg durch, alles war nun angerichtet für den Finalen Showdown in der Deutschen Hauptstadt.
  • Dieser Mittwoch sollte in die Clubgeschichte eingehen, leider ganz anders als alle im Umfeld der Eisbären erwartete. Zunächst nahm das Spiel den erwünschten Verlauf, die Berliner stürmten, Augsburg verteidigte mit allen Mann.
  • In der 9ten Spielminute war die Gegenwehr der Bayern zunächst gebrochen, Steve Walker eröffnete in Überzahl den Torreigen. Nach einem unnötigen Foul von Jens Baxmann bekam der AEV sein 1stes Powerplay zugesprochen, dieses quittierte Jeff Likens mit dem Ausgleichtreffer.
  • Ab diesem Zeitpunkt war den Berlinern die Unsicherheit anzusehen, nur 94 Sekunden nach dem Ausgleichstreffer ging der Gast durch Brett Engelhardt mit 1:2 in Führung.
  • Auch diesmal fiel das Gegentor aus einer Berliner Unterzahl, Travis Mulock verbüsste eine 2 Minuten Strafe. Wer die passende Antwort des haushohen Favoriten erwartete, wurde eines Besseren belehrt, noch im 1sten Drittel erhöhte Augsburgs Tyler Beechey auf 1:3. 
  • Ab diesem Zeitpunkt war die Luft aus dem Berliner Spiel raus, obwohl noch 40 Minuten Zeit waren, beim Eishockey eine halbe Ewigkeit. Die Berliner verloren fast jeden Zweikampf, wurden von Minute zu Minute nervöser, leisteten sich Fehlpässe am laufenden Band und auch der Trainer Don Jackson stand nur noch ratlos am Spielfeldrand.
  • Und so kam es, wie es kommen musste, Darin Olver erhöhte im 2ten Drittel auf 1:4. Spätestens ab diesem Zeitpunkt wurde es still in der O2 World, die meisten der Fans hatten die Hoffnung aufgegeben.
  • Das Feuer loderte Mitte des letzten Drittel nochmals kurz, als Richie Regehr zum 2:4 verkürzte. Allerdings antworteten die Augsburger durch schnelle Konter mit einem Doppelpack, am Ende hieß es 2:6 und die Eisbären waren sensationell ausgeschieden. 
  • Goliath verliert gegen David, der Hauptstadtclub unterliegt dem Provinzverein.
  • Die Schlagzeilen der nächsten Tage überschlugen sich förmlich.
  • Doch auch in der Stunde der Niederlage muss man Stärke bewahren, die Berliner gratulierten den Augsburgern artig zum Titel und analysierten den Grund des Scheiterns.
  • Seit dieser Niederlage sind mittlerweile 2 weitere DEL Saisons vergangen – der 2malige Titelträger lautete Eisbären Berlin.

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