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Die kühnsten Skiadler? - Das sind sie

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:14
Welcher Skispringer kann sich wirklich als Skiadler bezeichnen?

Sie begeistern die Fans und Zuschauer durch ihren Wagemut und mit technischer Perfektion die Skispringer und Skiflieger gelten als kühne Skiadler. Bei der renommierten Vierschanzentournee, im Weltcup oder bei Europa- und Weltmeisterschaften begeistern uns immer wieder bestimmte Athleten mit Leistungen, die wir kaum für möglich halten. Doch wer sind die kühnsten und erfolgreichsten Helden dieser beeindruckenden Sportart? Welche Sprünge und welche Erfolge bleiben unvergesslich? Erinnern Sie sich noch an Namen wie Horst Queck, Rainer Schmidt, Hans-Georg Aschenbach oder Jochen Danneberg? Wie hieß noch mal der große Kontrahent von Jens Weißflog in den 1990er Jahren? Welche Sportler aus welchem Land dominierten zu welcher Zeit die Konkurrenz aus der ganzen Welt? Wie kann es sein, dass die Leistungen der Skispringer scheinbar Jahr für Jahr immer kühner und wagemutiger werden? Welcher kühne Skiadler sorgte ausgerechnet im Jubiläumsjahr der Vierschanzentournee für einen Rekord, der vielleicht für alle Ewigkeit unerreichbar bleibt? Ein kurzer Rückblick auf die kühnsten Helden einer Sportart, die durch ihre Faszination Jahr für Jahr unzählige Fans und Zuschauer in ihren Bann zieht.

Von damals bis heute

  • Der Traum vom Fliegen fasziniert die Menschen schon mindestens seit der Antike. Von einer Rampe Anlauf nehmen, kurze Zeit den Kontakt zum Boden verlieren, scheinbar schwerelos durch die Luft zu gleiten und dann mit beiden Skiern wieder sicher auf dem Untergrund landen. Das ist der Traum vom Skispringen, dessen Ursprung wahrscheinlich im Jahr 1796 zu finden ist.
  • Ein holländischer Offizier berichtete über eine Übung norwegischer Soldaten, die immerhin sechs bis sieben Meter durch die Lüfte flogen. Das war eine Weite, mit der man bei der ersten Vierschanzentournee natürlich keinen Preis gewinnen konnte. Etwa 80 Meter betrugen die größten Weiten, die bei der ersten Tournee im Jahr 1953 erzielt wurden.
  • Erster Gesamtsieger dieser in Deutschland und Österreich ausgetragenen Veranstaltung war der Sepp Bradl (Austria).
  • Im folgenden Jahrzehnt sollten die kühnsten Skiadler aus dem hohen Norden kommen: Eine Schar von großartigen Springern aus Norwegen und Finnland dominierte diese Sportart in den 1960er Jahren.
  • Abgelöst wurde deren Vormachtstellung im folgenden Jahrzehnt von Springern wie Horst Queck, Rainer Schmidt, Hans-Georg Aschenbach oder Jochen Danneberg, die allesamt aus der ehemaligen DDR stammten. Unvergesslich sind auch die Duelle, die sich in der Folgezeit der Finne Matti Nykänen und Jens Weißflog lieferten.
  • Mit der Einführung des so genannten V-Stils wurden die gesprungenen Weiten immer größer und die Skiadler demzufolge auch immer kühner. Neben Jens Weißflog war es in den 1990er Jahren vor allem Janne Ahonen (Finnland), der mit dem V-Stil und Weiten deutlich über 100 Meter die internationalen Wettbewerbe dominierte.
  • Doch im Jahr 2002 - ausgerechnet im Jubiliäumsjahr der 50. Vierschanzentournee - stellte ein Deutscher einen Rekord auf, der vielleicht noch viele Jahre unerreicht sein wird: Sven Hannawald gewann als bisher einziger Springer alle vier Wettkämpfe der Vierschanzentournee!
  • Auch wenn die Leistungen in der Folgezeit immer beeindruckender und kühner wurden, diese Rekordmarke konnte auch von Siegern der letzen Jahre Wolfgang Loitzl, Andreas Kofler, Thomas Morgenstern oder Gregor Schlierenzauer nicht wiederholt werden.
  • Man darf gespannt sein, ob dies in Zukunft einem der kühnen Skiadler erneut gelingen wird.

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