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Die kuriosesten Schiedsrichter Entscheidungen aller Zeiten?

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Letztes Update am 22.10.2014, 13:53
Fußball gehört bekanntlich zu den beliebtesten Nebensachen der Welt.
Wenn jedoch die Reaktion der Fans, Spieler und Funktionäre rund um diesen Sport betrachtet wird, fällt es schwer zu glauben, Fußball sei lediglich eine Randerscheinung. Vor allem die Entscheidungen der Schiedsrichter tragen manchmal den Beteiligten die Zornesröte ins Gesicht. Und das oftmals mit gutem Grund, wie an den folgenden kuriosen Fällen deutlich wird.

  1. Während der WM 2010 in Südafrika lachten sich die deutschen Fans ins Fäustchen, als beim Spiel im Achtelfinale gegen England der Ball nach einem Schuss des englischen Nationalspielers Frank Lampard deutlich hinter der deutschen Torlinie aufschlug. Alle Zuschauer im Stadion und an den Bildschirmen schrien zurecht "Tor!". Nur der Schiedsrichter und der Linienrichter sahen das anders und ließen weiterspielen. Die Engländer sprachen danach von Ungerechtigkeit, die Deutschen von Revance für das berühmte Wembley-Tor.
  2. Folgerichtig kommt nach obigem Tor das Wembley-Tor aus dem Finale der WM 1966 in England zwischen Deutschland und England zur Sprache. Bis heute streiten sich die Gelehrten, ob der Schuss des Engländers Geoff Hurst wirklich im Tor war. 
  3. Bei der "Hand Gottes" war wieder die englische Mannschaft beteiligt, und zwar während des Spiels Argentinien gegen England im Viertelfinale der WM in Mexiko 1986. Diego Armando Maradona erzielte damals eindeutig mit der Hand das 1:0 und sorgte für das Weiterkommen seiner Mannschaft. Der Schiedsrichter hat das Tor allerdings gegeben. 
  4. Ein Aufschrei ging 2009 durch Irland, als der französische Stürmer Thierry Henry im entscheidenden Relegationsspiel der WM-Quali gegen Irland die Hand zu Hilfe nahm. Der Schiedsrichter erkannte auf Tor und Frankreich durfte zur WM, während Irland nicht teilnehmen durfte. Die gesamte Fußball-Welt bedauerte diese Ungerechtigkeit.
  5. Auch in der Deutschen Bundesliga gab es kuriose Fehlentscheidungen. In die Geschichtsbücher eingegangen ist sicherlich das sogenannte Phantomtor von Thomas Helmer in seiner Zeit bei Bayern München. In der Sainson 1993/94 schob Helmer den Ball in einem Gedränge am Nürnberger Tor glasklar vorbei. Der Schiedsrichter erkannte zum Entsetzen der Nürnberger Spieler auf Tor. 
  6. Auch im Jahre 2013 gab es neuerdings ein solches Tor. Das Phantomtor von Stefan Kießling beim Spiel Leverkusen gegen Hoffenheim ließ so manche Emotionen überkochen. Der Ball gelang durch ein Loch im Außennetz ins Tor, doch der Schiri entschied auf einen regulären Treffer.

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