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Die Sportarten bei den Paralympics 2012? - Eine Vorstellung

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:02
Die Paralympics finden seit 1960 regelmäßig immer kurz nach den Olympischen Spielen statt.

Die Paralympischen Spiele, kurz Paralympics, sind die Olympischen Spiele für Sportler mit (körperlicher) Behinderung und finden seit 1960 regelmäßig immer kurz nach den Olympischen Spielen statt.

Ursprünglichen hießen die Paralympics „Weltspiele der Gelähmten“. Der heutige Name stammt von „paraplegic“ (d.h. gelähmt) und „parallel“ ab. Beides soll ausdrücken, dass die Spiele der körperbehinderten und blinden Sportler und die Olympiade nebeneinander stattfinden. Gehörlose und geistig behinderte Sportler haben jeweils eigene Spiele und nehmen nicht an den Paralympics teil.

  • Die Sportarten der Paralympics entsprechen in vielen Fällen den Sportarten der Olympiade und unterscheiden sich lediglich durch Modifikationen, um den Vergleich von Sportlern mit verschieden ausgeprägten Behinderungen zu ermöglichen. 
  • So wird bei Einschränkungen von Sehfähigkeit und Beweglichkeit eine möglichst große Chancengleichheit hergestellt. 
  • Einige Sportarten sind an den Einsatz von Rollstühlen angepasst.
  • Schulen für Körperbehinderte oder integrative Schulen veranstalten manchmal anlässlich der Bundesjungendspiele Wettbewerbe mit Rollstuhl oder Dreirad. Für nicht behinderte Teilnehmer ist es dann ein Aha-Erlebnis, wenn sie ein Rollstuhlfahrer im Slalom oder Basketball besiegt.

Am besten lässt sich das an einigen Beispielen verdeutlichen:

  1. Basketball: Je nach Einschränkung erhalten alle Spieler eine Punktzahl, die Gesamtpunktzahl eines Teams darf einen bestimmten Wert nicht überschreiten.
  2. Fußball: Beim Blindenfußball tragen alle Spieler eine Augenbinde, damit Spieler mit und ohne Sehfähigkeit chancengleich sind. Das Spielfeld ist kleiner und mit Banden begrenzt. Sehende Assistenten hinter den Toren dürfen durch Zuruf unterstützen.
  3. Volleyball: Das Spielfeld ist verkleinert, es sind mehr Ballkontakte erlaubt, die Spieler müssen immer Bodenkontakt haben und dürfen ihre Anordnung nicht wechseln.
  4. Rudern: Es gibt verschiedene Klassen, bei denen die Sportler entweder nur die Arme, auch den Oberkörper oder den ganzen Körper inklusive Beinen einsetzen dürfen.
  5. Radsport: Blinde fahren mit einem sehenden Piloten, es gibt Wettbewerbe auf Zwei- und Dreirädern und mit handbetriebenen Rollstühlen. 
  6. Leichtathletik: Es gibt je nach Art und Stärke der Einschränkung verschiedene Klassen, für jede Klasse wird ein Sieger ermittelt.


In folgenden Sportarten gehen bei den Paralympics Sportler an den Start:

  • Bogenschießen
  • Leichtathletik
  • Boccia
  • Radsport
  • Reiten
  • 5er-Fußball
  • 7er-Fußball
  • Goalball,
  • Judo
  • Gewichtheben
  • Rudern
  • Segeln
  • Schießen
  • Schwimmen
  • Tischtennis
  • Sitzvolleyball
  • Rollstuhl-Basketball
  • Rollstuhl-Rugby

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