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Dopingfalle Haushalt - Welche Lebensmittel stehen auf der Dopingliste?

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:30
Viele Sportler wissen nicht, dass auch Lebensmittel Dopingsubstanzen enthalten können.

Viele Sportler wissen nicht, dass auch Lebensmittel Dopingsubstanzen enthalten können, die zu positiven Dopingbefunden führen können. Besonders gefährlich ist in diesem Zusammenhang die Verwendung von Nahrungsegänzungsmitteln. Denn diese können mit anabolen Steroiden verseucht sein. Leider gelten für die Herstellung von Nahrungsergänzungsmitteln nicht dieselben strengen Vorschriften, die beispielsweise für die Produktion von Arzneimitteln gelten. Dies gilt auch für angeblich rein pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel, denn auch diese können verunreinigt sein. Deshalb empfiehlt die NADA, nur solche Nahrungsergänzungsmittel zu verwenden, die nachweislich genauso wie Medikamente hergestellt werden. Nur so kann man sich vor versehentlichem Doping schützen. Nähere Infos zu dieser Problematik hat die NADA auf ihrer Webseite veröffentlicht.

Wo kann man sich informieren?

  • Das Problem dabei ist, dass hier immer der konsumierende Sportler das Risiko trägt und nicht der Produzent oder Hersteller der Waren.
  • Neben der NADA gibt es auch im Internet eine Vielzahl an Möglichkeiten, um sich über die entsprechenden Nahrungsergänzungsmittel zu informieren. Auch zahlreiche Spitzensportverbände fordern von ihren Sponsoren eine Chargenprüfung der ihnen zur Verfügung gestellten Präparate. 
  • Auch die sogenannte "Kölner Liste" der OSP bietet die Chance zur Selbstauskunft. Dort gibt es auch eine Liste von Produkten, die mindestens einmal im Jahr durch die Deutsche Sporthochschule Köln getestet wurden.

Das Risiko bleibt grundsätzlich bestehen

  • Aber auch in diesen Fällen bleibt das Dopingrisiko beim Sportler. Aber auch der Genuss ganz normaler Nahrungsmittel kann in Sachen Doping gefährlich sein. So kann zum Beispiel selbst der Verzehr von Mohkuchen bedenklich sein. Versuche haben nachgewiesen, dass schon der Genuss von einem Stück Mohnkuchen zu einem positiven Befund führen kann.
  • Denn Mohnsamen kann das verbotene Alkaloid Morphin enthalten. Allerdings muss kein Athlet heute mehr auf Kaffee oder Tee verzichten. Denn bei Koffein besteht keine Gefahr des Dopings, Allerdings bleibt die NADA bei ihrer grundsätzlichen Warnung vor Nahrungsergänzungsmitteln.
  • Denn auch die Hersteller können nicht immer garantieren, dass die Nahrungsmittel frei von Kontamination sind. Am besten sollten Sportler daher bei der Zufuhr von Vitaminen und sonstigen Nährstoffen auf eine natürliche Ernährung setzen und die Möglichkeiten einer qualifizierten Beratung setzen. So kann man sich am besten vor versehentlichem Doping schützen!

 

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