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Formel 1: Technische Änderungen am Fahrzeug 2014

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Letztes Update am 22.10.2014, 14:35
Gerade in den vergangenen Jahren hielten in der Formel 1 die ein oder anderen Änderungen Einzug, die neben dem Regelwerk auch die technische Ausstattung der

Gerade in den vergangenen Jahren hielten in der Formel 1 die ein oder anderen Änderungen Einzug, die neben dem Regelwerk auch die technische Ausstattung der Fahrzeuge betrafen. Wenig verwunderlich also, dass man sich auch für das erst kürzlich angebrochene Jahr 2014 einige Veränderungen überlegt hat, die die technische Seite der Fahrzeuge aller Rennfahrer betreffen und somit in der bevorstehenden Saison entscheidenden Einfluss auf das Renngeschehen der einzelnen Teams nehmen werden.

Neue Regelungen seitens der Motoren

  • Wer sich über technische Änderungen für 2014 informieren möchte, der kommt um die Motoren nicht herum. Hierbei handelt es sich ohne Frage auch um die weitreichendste Änderung überhaupt.
  • Man verabschiedet sich nach über acht Jahren dem 2,4-Liter V8-Saugmotor. Stattdessen wird zukünftig ein 1,6-Liter V6-Turbomotor zum Einsatz kommen. Hierbei werden sämtliche Parameter von der Prüfkommission festgelegt.
  • Neben dem Hubraum und der Zylinderanzahl trifft dies auch auf viele weitere Einstellmöglichkeiten zu, die strikt befolgt werden müssen, um keine Strafe oder im schlimmsten Fall gar Disqualifikation zu riskieren.
  • Unter anderem darf in einem Formel 1 Wagen ausschließlich ein Turbolader verbaut werden. Abgerundet werden diese Neuerungen betreffend des Motors durch die Festlegung, dass pro Saison und Fahrer lediglich fünf Aggregate zur Verfügung gestellt werden.
  • Sollte man dennoch auf ein weiteres Power-Unit zurückgreifen müssen, ist der Pilot angewiesen, aus der Box heraus in ein Rennen zu starten.


Die Energierückgewinnung im Fokus

  • Aber auch die Energierückgewinnung ist wieder ein Thema. Aufgrund der Integration neuer Verbrennungsmotoren, die mit entsprechend weniger Power auskommen, hat man bereits jetzt versprochen, dass zumindest ein Teil dieses Verlusts durch die Energierückgewinnung kompensiert werden können soll.
  • Anstelle der bisher möglichen 80 PS wird man somit auf gut 160 zusätzliche Extra-Pferdestärken vertrauen können. Auch hat man die Zeit, in der einem diese Art des Schubs zur Verfügung steht, von 6,7 Sekunden pro Runde auf immerhin volle 30 Sekunden erhöht.


Das Benzin und die Getriebe

  • Man hat sich das Ziel gesetzt, die Formel 1 deutlich näher an die Serienproduktion heranzuführen. Vor allen Dingen der Kraftstoffverbrauch soll kontinuierlich reduziert werden.
  • Aktuell gab es keinerlei Beschränkungen, was die Benzinmenge betrifft. Nun jedoch hat man festgelegt, dass ein Fahrer die gesamte Strecke mit 100 Kilogramm Treibstoff bewältigen muss.
  • Auch darf der Grenzwert von einem maximalen Benzinfluss bei 100 Kilogramm pro Stunde nicht überschritten werden. Um aus finanzieller Sicht Vorteile zu gewinnen, wird es in 2014 ausschließlich eine Getriebeübersetzung für die volle Saison geben.
  • Technische Änderungen wie diese, werden wohl nicht allen Teams schmecken. Dennoch macht man Zugeständnisse an die Teams und Fahrer und gewährt einen zusätzlichen Gang. Somit kann auf acht Gänge für die Fahrt nach vorne und einen nach hinten zurückgegriffen werden.

 

Der Auspuff und das Chassis

  • Zuguter letzt betreffen Änderungen in der Formel 1 2014 auch das Chassis sowie den Auspuff. Bei Letzterem wird es zukünftig aufgrund der Einführung neuer Motoren nicht mehr zwei Auspuffendrohre geben.
  • Lediglich auf eine Variante werden die Fahrer und Teams zurückgreifen können. Auch das Chassis wurde erneut angepasst. Man hat die maximale Höhe herabgesetzt, um so den wenig anschaulichen Knick endgültig zu verbannen!

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