Foto: Shutterstock.com

Fußball-Meisterschaft des Vatikan? - Der Clericus Cup

Drucken
Letztes Update am 22.10.2014, 13:53
Keine tausend Menschen leben im Vatikan und dennoch regiert auch hier König Fußball.

Keine tausend Menschen leben innerhalb des kleinsten Staates der Welt und dennoch regiert auch hier König Fußball. Und so trägt selbst der Vatikan eine eigene Meisterschaft aus, auch wenn hier sowohl die Spieler als auch die Regeln ein wenig anders sind als in anderen Ländern.

  • Im Februar 2008 wurde ein Priester aus Burkina Faso mit Rot vom Platz gestellt. Dieser beschwerte und schimpfte darauf hin so stark, so dass sein Team vom Kolleg San Paolo Apostolo von der Meisterschaft ausgeschlossen wurde.

Spezielle Spieler - spezielle Regeln

  1. Der Clericus Cup zieht in jedem Jahr wieder die besten Fußballer des Vatikans an, das sind zwar nicht besonders viele, heißt jedoch nicht, dass hier mit weniger Leidenschaft gespielt wird. 
  2. Dennoch ist hier alles ein wenig anders als in anderen Fußballmeisterschaften. So bestehen die Teams in der Regel aus Priestern und Seminaristen, die zur Ausbildung in den Vatikan kommen. 
  3. Insgesamt mehr als 300 Teilnehmer sind in jedem Jahr zu verzeichnen und sie alle versuchen das Finale im großen Olympiastadion von Rom zu erreichen, das Ende Mai ausgespielt wird. 
  4. Vorher treffen insgesamt sechzehn Mannschaften in vier Gruppen á vier Teams aufeinander. 
  5. Gespielt wird im Gegensatz zu normalen Wettbewerben lediglich eine halbe Stunde pro Halbzeit und neben den regulären Karten in Gelb und Rot gibt es auch eine in Blau. 
  6. Diese wird gezogen, wenn ein mittelschweres Foul begangen wird. In diesem Jahr wird das Turnier bereits zum fünften Mal ausgetragen, Ehrenkapitän des Cups ist der verstorbene Papst Johannes Paul II., der selbst begeisterter Fußballer war und aufgrund seines Lebens als Vorbild für die Spieler dienen soll. 
  7. Für die Nationalmannschaft des Vatikans dürfen übrigens nur die wenigsten der Teilnehmer spielen, denn die meisten verfügen nicht über einen Pass des Landes. 
  8. Daher besteht die Landesauswahl beinahe ausschließlich aus Gardisten der Schweizer Garde, gecoacht wird sie jedoch von einem echten Profi: Giovanni Trapattoni.

Kommentare